Länderinformationen

Alle Länder anzeigen

Südsudan

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Südsudan

Hauptstadt

Dschuba

Geographie

Der Südsudan grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Äthiopien, im Süden an Kenia, Uganda und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an die Zentralafrikanische Republik. Der Weiße Nil fließt von Süd nach Nord; seine größten Nebenflüsse sind der Bahr al-Ghazal, der Bahr al-Arab und der Sobat. In der Mitte des Landes liegt das Sudd, ein 120.000 km² großes Sumpfgebiet, das im Süden in äquatorialen Wald übergeht und an der Grenze zu Uganda zu den Dschungel bewachsenen Imatong-Bergen ansteigt. Die höchste Erhebung ist der Kinyeti (3.187 m).

Regierung

Republik seit 2011. Unabhängig vom Sudan seit 2011.

Staatsoberhaupt

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Regierungschef

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Elektrizität

240 V, 50 Hz.

Zeitzone

Eastern Africa Time: MEZ +4

Übersicht

Der jüngste Staat der Erde, der Südsudan, erklärte nach einer Volksabstimmung am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan. Der Norden und der Süden des Landes waren schon immer rivalisierende Nachbarregionen, aber es gelang erst nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg und langwierigen Verhandlungen, die Trennung des Südens vom Norden zu vollziehen.

Der Südsudan beginnt sein neues Leben als arme, aber positiv eingestellte Nation, die alles daran setzt, ihre Unabhängigkeit auch praktisch umzusetzen. Die Hauptstadt Dschuba entwickelt sich rasant, Dank vieler Hilfsgelder und schier unbegrenzter Möglichkeiten, neue Geschäftsideen zu verwirklichen. Die Infrastruktur ist jedoch noch wenig entwickelt und außerhalb der Hauptstadt gibt es kaum befestigte Straßen. Auch der Tourismus steckt noch in den Kinderfüßen, hat aber wegen der bemerkenswerten südsudanesischen Tierwelt und nicht zu vergessen dem Weißen Nil, der sich durch die größten Feuchtgebiete Afrikas schlängelt, immenses Potential.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Internationale Flüge in den Südsudan bieten Kenya Airways (KQ) ab Nairobi, Ethiopian Airlines (ET) ab Addis Abeba, Sudan Airways (SD) ab Khartoum und Eagle Air Uganda (H7) ab Entebbe.

Anmerkung zur Anreise mit dem Flugzeug

Ein neuer internationaler Flughafen entsteht derzeit in Dschuba.

Flugzeiten

London-Dschuba: ca. 10 Std.

Anreise mit dem Pkw

Die Landgrenzen zu Kenia und Uganda sind geöffnet und es gibt eine Busverbindung von Nairobi nach Dschuba über Kampala.

Anreise mit dem Schiff

Vor der Unabhängigkeitserklärung des Südsudan gab es langsame, unregelmäßige Bootsverbindungen von Kosti im Norden nach Malakal und Dschuba, die voraussichtlich auch in Zukunft bestehen bleiben werden, aber Flugverbindungen sind bequemer.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandsflüge sind die beste Art der Fortbewegung innerhalb des Südsudan. Feeder Airlines (Internet: http://feederairlines.com/) fliegt nach Rumbek, Wau und Malakal. Southern Sudan Air Connection fliegt nach Bentiu und Yambio.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Bus: Nicht mehr ganz neue Minibusse verkehren zwischen Dschuba und den Städten im Süden. Während der Regensaison von Mai bis Oktober können Straßen unpassierbar werden und bestimmte Orte (wie Wau) nur noch per Flugzeug erreichbar sein.
Mietwagen: Mietwagen kann man in Dschuba ausleihen.
Taxi: In Dschuba gibt es zahlreiche Taxis und Motorradtaxis, deren Fahrweise bisweilen riskant ist. Taxis haben keine Taxameter, daher sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Zustand der Straßen

Außerhalb von Dschuba gibt es kaum asphaltierte Straßen. Landstraßen sind in schlechtem Zustand. Straßen nach Norden sind während der Regenzeit (Mai-Oktober) oft nicht befahrbar. Es gibt keinerlei Straßenbeleuchtung.

Für längere Fahrten sollte man ausreichend Ersatzteile mitnehmen und nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen.

Vorschriften

Hinweis: Im Folgenden (wie auch in anderen Rubriken dieses Länderführers) wird angenommen, dass der Südsudan trotz seiner Unabhängigkeit dasselbe Rechtssystem wie der Sudan beibehält.

- Das Mindestalter für Autofahrer ist 18 Jahre.
- Höchstgeschwindigkeiten: 130 km/h auf Autobahnen, 110 km/h auf Schnellstraßen, 50 km/h innerorts und 90 km/h außerorts.
- Geschwindigkeitsübertretungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet.
- Anschnallpflicht besteht auf Vorder- und Rücksitzen.
- Die Benutzung eines Hand gehaltenen Mobil- oder Autotelefons während der Fahrt ist verboten.
- Das Abblendlicht muss ständig eingeschaltet sein.

Dokumentation

Carnet de Passage, Geldmittelnachweis und Bescheinigung der zuständigen konsularischen Vertretung, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist. Internationaler Führerschein empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 31 Oct 2019 15:00:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Thu, 31 Oct 2019 15:49:26 +0100)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste

Letzte Änderungen:
Neustrukturierung
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Sicherheit - Reisewarnung

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.

Terrorismus

Terroristische Anschläge können nicht ausgeschlossen werden, auch an bei Ausländern beliebten Orten.

Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage ist instabil und von zahlreichen Konflikten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene gekennzeichnet, unterstützt von Ernteausfällen, einer der weltweit schlimmsten Hungerkatastrophen und Millionen von Binnenflüchtlingen. Auch Proteste und Demonstrationen haben stets Gewaltpotenzial.

Mit Neuabschluss eines Friedensvertrags im September 2018 sind politisch motivierte Kampfhandlungen zwischen den Konfliktparteien mit wenigen Ausnahmen, vor allem in Zentraläquatoria, landesweit zwar zurückgegangen. Dennoch bleibt das Gewaltniveau gegen die Zivilbevölkerung allgemein sehr hoch, nächtliche Ausgangssperren gelten fort.

In den Landesteilen Central Equatoria, Western Equatoria, in den Grenzgebieten zu Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, aber vereinzelt auch in Bahr el Ghazal, Unity State  und Upper Nile kommt es weiterhin immer wieder zu begrenzten bewaffneten Auseinandersetzungen.

In der Hauptstadt Dschuba kommt es immer wieder zu nächtlichem Schusswaffengebrauch.

In Südsudan bestehen außerhalb der größeren Städte vielerorts Gefahren durch gewaltsam ausgetragene interkommunale Konflikte, marodierende Sicherheitskräfte und Kriminalität.

Ausländern ist es derzeit nicht möglich, ohne weiteres nach Südsudan einzureisen und sich im Land frei zu bewegen. Landesweit finden zahlreiche Kontrollen statt. Ausländer werden unter Hinweis auf angeblich notwendige Genehmigungen verstärkt von Sicherheitskräften angehalten und erpresst.

Die Grenzziehung zwischen Sudan und Südsudan ist nach wie vor ungeklärt. Auch operieren Rebellenverbände aus dem Sudan im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten. Dies kann zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Grenzregion zum Sudan führen.

Darüber hinaus besteht im ganzen Land eine erhebliche Gefahr durch Landminen.

  • Sofern Sie sich trotz Reisewarnung in Südsudan aufhalten, informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die aktuelle Lage.
  • Setzen Sie vor Überlandfahrten mit UNDSS in Verbindung und beachten deren Empfehlungen hinsichtlich polizeilicher oder militärischer Eskortierung.
  • Bewegen Sie sich im Land allenfalls mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept.
  • Meiden Sie militärische Einrichtungen, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub in den Städten kommt es zu Entführungen, bewaffneten Überfällen, Einbrüchen und Fahrzeugraub (Carjacking).

Im Grenzgebiet zu Uganda, zur Zentralafrikanischen Republik und zur Demokratischen Republik Kongo erfolgen regelmäßig Übergriffe durch marodierende Bewaffnete und Kriminelle.

Für Angehörige westlicher Staaten besteht landesweit ein erhebliches Risiko, Opfer von Entführungen zu werden, mehrere Ausländer wurden seit Anfang 2017 entführt.

  • Bewegen Sie sich bei notwendigen Aufenthalten in Südsudan stets äußerst vorsichtig und mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinesfalls Widerstand.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

In der Regenzeit von März bis November kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch unpassierbare Straßen und Brücken.
Ansonsten ist das Land von extremer Trockenheit und Dürre betroffen.

  • Verfolgen Sie in der Regenzeit regelmäßig Wetterberichte.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung

Die deutsche Botschaft in Dschuba kann außer reiner Nothilfe keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen. Für Rechts- und Konsularangelegenheiten wie Passausstellungen ist die deutsche Botschaft in Kampala/Uganda zuständig.

Infrastruktur/Verkehr

Die Infrastruktur in Südsudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Dschuba wegen mangelnder Infrastruktur, insbesondere während der Regenzeit und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen nur sehr eingeschränkt möglich.

Flugreisen innerhalb des Landes bieten verschiedene Luftfahrtgesellschaften an. Hinsichtlich des Wartungszustandes der Maschinen liegen keine sachkundigen Erkenntnisse vor, jedoch muss davon ausgegangen werden, dass er nicht westlichen Standards entspricht.

Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen nicht unterschätzt werden. Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss jederzeit gerechnet werden. Nachtfahrten sollten ganz vermieden werden.

Eine Durchquerung des Landes ist weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Sexuelle Handlungen Gleichgeschlechtlicher sind in Südsudan strafbar. Öffentliches Zeigen von Zuneigung von Personen gleichen Geschlechts wird auch gesellschaftlich nicht toleriert.

Besondere Verhaltenshinweise

Empfohlen wird klimaangepasste, vor Insektenstichen schützende Kleidung. In der Öffentlichkeit sollten Frauen wie Männer auf das Tragen von kurzen Hosen verzichten. Sehr kurze Röcke werden bei Frauen ebenfalls ungern gesehen.

Strafrecht

Einfuhr, Herstellung, Handel, Transport, Konsum, Besitz und Erwerb von Drogen stehen unter Strafe.

Das Fotografieren und Filmen von Militäreinrichtungen, Uniformierten und strategisch bedeutenden Objekten (Ministerien, militärische und polizeiliche, sowie andere öffentliche Einrichtungen aller Art, Bahnhöfe, Brücken, Flugplätze) ist nicht gestattet. Bei Verstößen ist mit hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte zu rechnen. Professionelle Fotografen und Journalisten bedürfen einer gebührenpflichtigen Fotoerlaubnis des Informationsministeriums.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist das Südsudanesische Pfund.
Kreditkarten können in Dschuba in ausgewählten Geschäften und Hotels verwendet werden (nur Visa). Ausländische Bankkarten können in Südsudan nicht verwendet werden. Bargeld vorzugsweise in US-Dollar in ausreichender Menge sollte mitgeführt werden.
US-Dollarnoten sollten aktuell sein, ältere Scheine werden häufig zurückgewiesen. Bevorzugt werden 100 US-Dollarnoten.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Nein
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Nein

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und für das Visum noch drei freie Seiten aufweisen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor Einreise bei der Botschaft der Republik Südsudan in Berlin beantragt werden muss.
Ohne Visum eingereiste Ausländer laufen Gefahr, wegen Verstoßes gegen die Aufenthaltsbestimmungen inhaftiert zu werden.

In jüngster Zeit mehren sich die Forderungen, bei Seminaren, Workshops oder sonstigen Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen eine Vorabgenehmigung des jeweiligen südsudanesischen Partners einzuholen.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Privatreisende dürfen bis zu 10.000 US-Dollar steuer- und abgabenfrei einführen. Bei Überschreitung dieses Betrages fallen 10% Zoll und 15% Steuer an. Von dieser Regelung ausgenommen sind Reisende im Auftrag von Hilfsorganisationen, die Projektgelder mitführen und den beabsichtigten Verwendungszweck der mitgeführten Mittel durch ein Bestätigungsschreiben der betreffenden Organisation nachweisen können.

Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.

Die Ausfuhr von Funden aus den antiken Grabungsstätten und von geschützten Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) ist nicht erlaubt.

In Südsudan sind die Einfuhrbestimmungen ansonsten noch nicht abschließend geregelt. Es muss deshalb bei der Einreise unter Umständen mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.

Gesundheit

Aktuelles

Seit Juli 2018 ist in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo ein Ausbruch der Ebola-Virus-Krankheit bekannt. Um eine Einschleppung nach Südsudan zu verhindern, finden bei Einreise aus der Demokratischen Republik Kongo in Südsudan derzeit entsprechende Gesundheitsuntersuchungen (Screening) statt. Bei bestätigtem Verdacht auf die Ebola-Virus-Erkrankung ist von erweiterten Maßnahmen, z.B. Quarantäne, auszugehen. Aktuelle Informationen zum Ebola-Ausbruch bieten die stets aktuellen Informationen zum Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda.

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise von allen Reisenden ab dem Alter von 9 Monaten verlangt und ist medizinisch auch sinnvoll.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
    Eine Cholera-Impfung kann im Einzelfall sinnvoll sein, insbesondere wenn man keinen Einfluss auf die Qualität des genutzten Trinkwassers oder Zugriff auf sichere Lebensmittel hat.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Im gesamten Land inklusive der Städte besteht ein hohes Malariarisiko vorrangig für die gefährliche Malaria tropica, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen,  tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und auch Affen, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen. Die Impfserie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Meningokokken-Krankheit

Vor allem in der Trockenzeit von Dezember bis April kommt es zu Hirnhautentzündungen durch dieses Bakterium, siehe Merkblatt Meningokokken.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Meningokokken-Impfung (ACWY) beraten und ggf. impfen.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe auch Merkblatt Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Viszerale Leishmaniasis (Kala-Azar)

Südsudan ist Endemiegebiet der viszeralen Leishmaniasis. Es handelt sich um eine die inneren Organe befallende tödliche parasitäre Infektion.

  • Beachten Sie den Schutz vor der vorwiegend Dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücke.

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Eine nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (african tick bite fever).

Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.

  • Schützen Sie sich durch adäquate Kleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Rückkehr.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Im Süden des Landes (westlicher Teil Zentraläquatorias und Westäquatoria) kommt es zu Infektionen mit dem Erreger der Schlafkrankheit, die durch große tagaktive Fliegen (TseTse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.

  • Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor.

  • Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt.
  • Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen entfernen Sie evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande, auch in Dschuba ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch ungenügend. Durch den langjährigen Bürgerkrieg sind weiterhin große Teile der medizinischen Infrastruktur zerstört. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

  • Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung z.B. bei AMREF-Flying Doctors ab.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
SchweizJaJaJa
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Kosten

Deutschland und Österreich

Einreisevisum:

100 US$ (drei Monte gültig (bei der südsudanesichen Botschaft in Berlin).

Schweiz

Einreisevisum:

100 CHF (einmalige Einreise);

300 CHF (mehrmalige Einreise).

 

Antrag

An die Botschaft der Republik Südsudan in Berlin oder an die Vertretung des Südsudans in Genf.

Antrag erforderlich

(a) Visa-Antragsformular (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).

(b) 2 aktuelle, farbige, biometrische Passbilder (4,5 cm x 3,5 cm) mit weißem Hintergrund.

(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens 3 leere Seiten enthält, und Kopie.

(d) Visumgebühr per Überweisung, nachdem das Visum erteilt wurde. 

(e) Rück- bzw. Weiterflugticket.

(f) Minderjährige: Beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

(g) Ggf.: Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

(h) Selbstadressierter Rückumschlag mit Briefmarken.

(i) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

(j) gültiges Impfzertifikat gegen Gelbfieber.

(k) Hotelbuchung.

(l) polizeiliches Führungszeugnis.

(m) Einladungsschreiben (Touristen: Einladung eines südsudansischen Reiseveranstalters).

Bearbeitungsdauer

Mindestens 5-6 Werktage.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer Gelbfieberimpfung für alle Personen über 9 Monate.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (mind. 3 freie Seiten) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige benötigen die beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
CholeraJa
DiphtherieJa
Hepatitis AJa
Malaria2
TollwutManchmal
TetanusJa
Typhus & PolioJa
Gelbfieber1

Übersicht

In Dschuba stehen gute medizinische Einrichtungen zur Verfügung. In begrenztem Maße gibt es akzeptable Einrichtungen auch in Wau, Yei und Malakal.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 9 Monate sind.

[2] Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist ausdrücklich empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger können in Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. 

Impfungen gegen Tuberkulose und Hepatitis B sind u. U. empfehlenswert. 

Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die durch tagaktive Tse Tse-Fliegen übertragene Schlafkrankheit kommt vor allem im Süden des Landes vor. Schutz bietet eine entsprechende Kleidung.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung, Insektenschutzmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In allen tropischen Ländern gibt es eine Reihe an Gifttieren, deren Bisse oder Stiche schwere Körperschäden oder den Tod zur Folge haben können. Daher sollte man Abstand von Schlangen, Skorpionen und Spinnen halten. Keinesfalls unter Laub, Erdlöcher oder in  Steinspalten fassen.

Geld

Währung

1 Südsudanesisches Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: SSP (ISO-Code: SSP). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 25, 10, 5 und 1 SSP. Münzen sind im Wert von 25, 10 und 5 Piaster in Umlauf.

Kreditkarten

Lediglich die Visa-Kreditkarte wird in einigen Geschäften und Hotels in Dschuba akzeptiert. Empfohlen ist die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar.

Geldautomaten

Ausländische Bankkarten werden in Südsudan nicht akzeptiert.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Südsudan nicht akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, es besteht Deklarationspflicht. Bis zu einer Summe im Gegenwert von 10.000 US$ ist die Einfuhr steuerfrei.

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Englisch und Arabisch.

Öffentliche Feiertage

Überblick

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.

Liste der gesetzlichen Feiertage

2019

  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Zollfrei Einkaufen

Importbestimmungen

Für die Einfuhrbestimmungen bestehen noch keine einheitlichen Regelungen. Es muss deshalb bei der Einreise u. U. mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.  
 
Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.
 
 

 

Verbotene Exporte

Funde aus antiken Grabungsstätten sowie geschützte Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) dürfen nicht ausgeführt werden.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Südsudan

(auch für Österreich zuständig)

(030) 20 64 45 90.

http://embassy-southsudan.de/

http://embassy-southsudan.de/

Mo-Fr von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Leipziger Platz 8

D-10117 Berlin

Germany

Botschaft des Südsudan (Europa)

(auch für Österreich zuständig)

 

(+32) (022) 80 23 55.

http://goss-brussels.com

http://goss-brussels.com

Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

20, Avenue des Gaulois

Brüssel

1040

Belgium

Botschaft von Südsudan

+41 22 740 57 36

http://southsudanmission.ch

http://southsudanmission.ch

23 Avenue de France

Genf

1202

Switzerland

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Pünktlichkeit hat einen niedrigeren Stellenwert als Geduld und Höflichkeit. Eine persönliche Vorstellung beim Geschäftspartner ist von Vorteil.

Öffnungszeiten

Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.

BIP

Derzeit liegen keine Informationen vor.

Hauptexporte

Erdöl, Holz, Hirse, Erdnüsse, Fleisch, Tierhäute, Lebendvieh.

Hauptimporte

Erdöl- und Petroleumprodukte, Weizen und Weizenmehl, Transportmittel, Lebensmittel, Fertigerzeugnisse.

Kommunikation

Überblick

Landesvorwahl: +247.

(Hinweis: Diese Ländervorwahl gilt für den Sudan und behält (zumindest für eine gewisse Zeit) auch für den unabhängigen Südsudan ihre Gültigkeit.)

Telefon

Keine Festnetzverbindungen. Mit einigen internationalen Mobiltelefongesellschaften gibt es Roaming-Verträge. Empfang besteht in größeren Städten.

Internet

In größeren Städten besteht Internetzugang.

Presse

Die größte englischsprachige Tageszeitung ist die Sudan Tribune (Internet: www.sudantribune.com).

Einkaufen

Überblick

Zu empfehlen sind Korbartikel, Stoffe und einheimischer Schmuck.

Nachtleben

Einleitung

In Dschuba gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs. Der Konsum von Alkohol ist weit verbreitet.

Kulinarisches

Übersicht

Die Restaurants in Dschuba bieten internationale Küche an. Sie orientieren sich dabei an den vielen ausländischen Arbeitskräften, die hier tätig sind. Außerhalb der Hauptstadt gibt es vorwiegend südsudanesische und sudanesische Gerichte.

Regionale Spezialitäten

- Hauptnahrungsmittel ist Kisra, ein Fladenbrot aus Hirsemehl.
- Fleisch wird oft mit Erdnusssoße serviert.
- Ful, ein arabisches Bohnengericht, ist weit verbreitet.

Regionale Getränke

In Dschuba werden die Biersorten White Bull und Club Pilsner gebraut. Gesüßter schwarzer Tee ist weit verbreitet.

Unterkunft

Hotels

Außerhalb von Dschuba gibt es nur vereinzelte Unterkünfte. In der Hauptstadt stehen zahlreiche Hotels unterschiedlicher Qualität zur Verfügung; ein Zimmer für unter 120 US$ pro Nacht ist jedoch nur schwer zu finden. Eine Alternative sind fest aufgebaute Zeltunterkünfte, die vor allem seit dem Friedensabkommen von 2005 wegen der vielen ankommenden Gastarbeiter Hochkonjunktur hatten. In den anderen größeren Städten gibt es einige kleine Hotels.

Kultur

Religion

Christen und traditionelle Animisten.

Soziale Verhaltensregeln

Das Fotografieren unterliegt allgemein sehr strengen Bestimmungen. Viele Gebäude und Orte haben für die Regierung strategische Bedeutung und sollten nicht fotografiert werden. Verbote werden häufig direkt vor Ort und scheinbar willkürlich erteilt.

Klima

Überblick

Die Regenzeit, die oft zu Überschwemmungen und unpassierbaren Straßen führt, dauert von Mai bis Oktober. Die Temperaturen sind ganzjährig sehr hoch.

Erforderliche Bekleidung

Leichte Bekleidung während der Trockenperiode. Bei Reisen während der niederschlagsreichen Monate ist die Mitnahme von Regenbekleidung empfohlen.