Länderinformationen

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Südsudan

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Südsudan

Hauptstadt

Dschuba

Geographie

Der Südsudan grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Äthiopien, im Süden an Kenia, Uganda und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an die Zentralafrikanische Republik. Der Weiße Nil fließt von Süd nach Nord; seine größten Nebenflüsse sind der Bahr al-Ghazal, der Bahr al-Arab und der Sobat. In der Mitte des Landes liegt das Sudd, ein 120.000 km² großes Sumpfgebiet, das im Süden in äquatorialen Wald übergeht und an der Grenze zu Uganda zu den Dschungel bewachsenen Imatong-Bergen ansteigt. Die höchste Erhebung ist der Kinyeti (3.187 m).

Regierung

Republik seit 2011. Unabhängig vom Sudan seit 2011.

Staatsoberhaupt

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Regierungschef

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Elektrizität

240 V, 50 Hz.

Zeitzone

Eastern Africa Time: MEZ +4

Übersicht

Der jüngste Staat der Erde, der Südsudan, erklärte nach einer Volksabstimmung am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan. Der Norden und der Süden des Landes waren schon immer rivalisierende Nachbarregionen, aber es gelang erst nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg und langwierigen Verhandlungen, die Trennung des Südens vom Norden zu vollziehen.

Der Südsudan beginnt sein neues Leben als arme, aber positiv eingestellte Nation, die alles daran setzt, ihre Unabhängigkeit auch praktisch umzusetzen. Die Hauptstadt Dschuba entwickelt sich rasant, Dank vieler Hilfsgelder und schier unbegrenzter Möglichkeiten, neue Geschäftsideen zu verwirklichen. Die Infrastruktur ist jedoch noch wenig entwickelt und außerhalb der Hauptstadt gibt es kaum befestigte Straßen. Auch der Tourismus steckt noch in den Kinderfüßen, hat aber wegen der bemerkenswerten südsudanesischen Tierwelt und nicht zu vergessen dem Weißen Nil, der sich durch die größten Feuchtgebiete Afrikas schlängelt, immenses Potential.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Nonstop-Flüge in den Südsudan.

Ab Frankfurt/M. fliegt Lufthansa (LH) in Kooperation mit Egypt Air (MS) via Kairo nach Dschuba; Zubringerflüge ab Wien und Zürich sind mit Lufthansa (LH) bzw. mit Austrian Airlines (OS) ab Wien und Swiss (LX) ab Zürich möglich.

Ethiopian (ET) verbindet Frankfurt/M. und Wien via Addis Abeba mit Dschuba. Das Ticket von Wien nach Addis Abeba wird auch von Austrian Airlines (OS) angeboten.

Internationale Nonstop-Flugverbindungen nach Dschuba bieten außerdem u.a. Kenya Airways (KQ) ab Nairobi (Kenia), Uganda Airlines (UR) ab Entebbe (Uganda) und Badr Airlines (J4) ab Khartum (Sudan).

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Dschuba: 11 Std. 15 Min.; Wien - Dschuba: 17 Std. 40 Min.; Zürich - Dschuba: 19 Std. 25 Min. (Die Reisezeiten variieren, je nach Anzahl und Länge der Aufenthalte.)

Ausreisegebühr

Keine.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Grenzübergänge zu Kenia und Uganda sind geöffnet.

Die Lage in den Grenzgebieten zu Uganda, zur demokratischen Republik Kongo und zum Sudan ist gefährlich; es kommt dort immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich. Außerdem sind bei der Einreise mit dem eigenen Pkw ein Carnet de Passage sowie ein Geldmittelnachweis und eine Bescheinigung der sudanesischen Botschaft, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist, vorgeschrieben.

 

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Kush Air bedient von Juba aus diverse nationale Ziele.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 7.000 Kilometern. Dschuba ist mit den meisten übrigen Orten des Landes verbunden. Der Juba-Nimule Highway, die einzige Autobahn, führt von Dschuba zur Grenze nach Uganda.

Zustand der Straßen

Die Straßen sind überwiegend in einem schlechten Zustand; nur wenige hundert Kilometer sind asphaltiert. In Richtung Norden sind die Straßen in der Regenzeit, von Mai bis Oktober, oft nicht passierbar; einige Orte, wie etwa Wau, sind dann nur noch per Flugzeug erreichbar.

Überlandfahrten sollte man nur mit geländegängigen Fahrzeugen und Ersatzteilen für den Notfall unternehmen.

Autovermietung

Mietwägen sind mit und ohne Chauffeur in Dschuba, z.B. bei der Autovermietung Wiltins, verfügbar. Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Taxi

In Dschuba gibt es zahlreiche Taxis und Motorradtaxis, deren Fahrweise mitunter riskant ist. Taxis haben keine Taxameter; daher empfiehlt es sich, den Fahrpreis vor Fahrtantritt zu vereinbaren.

Reisebus

Nicht mehr ganz neue Minibusse verkehren zwischen Dschuba und den Städten im Süden.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Anschnallpflicht auf Vorder- und Rücksitzen.
- Telefonieren ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.
- Das Abblendlicht muss auch tagsüber eingeschaltet sein.

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 50 km/h;
- auf Landstraßen: 90 km/h;
- auf Schnellstraßen: 110 km/h;
- auf der Autobahn: 130 km/h.

Geschwindigkeitsübertretungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist zunächst der Autovermieter zu kontaktieren.

Dokumentation

Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich. Außerdem sind bei der Einreise mit dem eigenen Pkw ein Carnet de Passage sowie ein Geldmittelnachweis und eine Bescheinigung der sudanesischen Botschaft, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist, vorgeschrieben.

 

Unterwegs in der Stadt

Dschuba ist gut zu Fuß zu erkunden; nachts ist es allerdings nicht ratsam, sich auf den Straßen aufzuhalten. Taxis und Motorradtaxis (Bodas) sind eine weitere Möglichkeit, wobei das Unfallrisiko mit Motorradtaxis relativ hoch ist.

Am bequemsten ist es, sich ein Auto mit Fahrer zu mieten, wobei die Türen während der Fahrt immer verriegelt sein sollten.

 

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 29 Sep 2020 17:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 12 Oct 2020 18:05:14 +0200)

Letzte Änderungen: Aktuelles

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste

Letzte Änderungen:
Aktuelles

Aktuelles

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in den Südsudan weiterhin gewarnt.

Kommerzielle Passagierflüge von und nach Addis Abeba, Nairobi, Kairo und Dubai werden wieder angeboten.

Die Einreise ist für Personen möglich, die über ein gültiges Visum verfügen und einen triftigen Reisegrund haben. Ein negatives COVID-19-Testergebnis ist bei Einreise vorzulegen. Der Test darf bei Ankunft nicht älter als 72 Stunden sein. Im Falle der Einreise von Personen ohne Visum ist vor der Reise ein Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. Nach Einreise ist eine verpflichtende 14-tägige Selbstquarantäne einzuhalten. Die Gesundheitsbehörden können auch eine Unterbringung in einem Hotel oder einer staatlichen Einrichtung auf Kosten des Reisenden anordnen. Bei Ausreisen verlangen einige Fluggesellschaften die Vorlage eines negativen COVID-19-Testergebnisses, nähere Auskünfte erteilen die Fluggesellschaften. Auch Inlandspassagierflüge und Inlandsreisen sind möglich.

Es gilt eine landesweite nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Die Einhaltung der Ausgangssperre wird von den Sicherheitskräften kontrolliert. Restaurants können außerhalb der Zeiten der Ausgangssperre wieder öffnen und müssen Hygieneabstände sicherstellen, Geschäfte und Märkte sind wieder geöffnet, es dürfen sich allerdings nicht mehr als fünf Personen in einem Laden aufhalten. Größere Veranstaltungen sind verboten. Weiterhin gibt es einschränkende Regelungen zur Nutzung lokaler öffentlicher Verkehrsmittel. Von der Nutzung dieser Verkehrsmittel wird ungeachtet dessen aus Sicherheitsgründen abgeraten.

  • Bitte beachten Sie die geltende Reisewarnung.
  • Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.

  • Personen mit Einreiseabsicht setzen sich bitte vorab mit ihrem Arbeitgeber in Südsudan und der Deutschen Botschaft Dschuba in Verbindung.

  • Beobachten Sie die weitere Lage insbesondere, wenn Sie sich derzeit im Land aufhalten und versuchen Sie nicht auf dem Landweg auszureisen.

  • Sollten Sie Symptome von COVID-19 zeigen, wenden sich an die kostenlose Hotline des Gesundheitsministeriums unter der landesweiten Telefonnummer 6666.

  • Folgen Sie stets den Hinweisen und Anordnungen lokaler Behörden.

  • Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Sicherheit - Reisewarnung

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.

Terrorismus

Terroristische Anschläge können nicht ausgeschlossen werden, auch an bei Ausländern beliebten Orten.

Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage ist instabil und von zahlreichen Konflikten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene gekennzeichnet, unterstützt von Ernteausfällen, einer der weltweit schlimmsten Hungerkatastrophen und Millionen von Binnenflüchtlingen. Auch Proteste und Demonstrationen haben stets Gewaltpotenzial.

Mit Neuabschluss eines Friedensvertrags im September 2018 sind politisch motivierte Kampfhandlungen zwischen den Konfliktparteien mit wenigen Ausnahmen, vor allem in Zentraläquatoria, landesweit zwar zurückgegangen. Dennoch bleibt das Gewaltniveau gegen die Zivilbevölkerung allgemein sehr hoch, nächtliche Ausgangssperren gelten fort.

In den Landesteilen Central Equatoria, Western Equatoria, in den Grenzgebieten zu Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, aber vereinzelt auch in Bahr el Ghazal, Unity State  und Upper Nile kommt es weiterhin immer wieder zu begrenzten bewaffneten Auseinandersetzungen.

In der Hauptstadt Dschuba kommt es immer wieder zu nächtlichem Schusswaffengebrauch.

In Südsudan bestehen außerhalb der größeren Städte vielerorts Gefahren durch gewaltsam ausgetragene interkommunale Konflikte, marodierende Sicherheitskräfte und Kriminalität.

Ausländern ist es derzeit nicht möglich, ohne weiteres nach Südsudan einzureisen und sich im Land frei zu bewegen. Landesweit finden zahlreiche Kontrollen statt. Ausländer werden unter Hinweis auf angeblich notwendige Genehmigungen verstärkt von Sicherheitskräften angehalten und erpresst.

Die Grenzziehung zwischen Sudan und Südsudan ist nach wie vor ungeklärt. Auch operieren Rebellenverbände aus dem Sudan im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten. Dies kann zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Grenzregion zum Sudan führen.

Darüber hinaus besteht im ganzen Land eine erhebliche Gefahr durch Landminen.

  • Sofern Sie sich trotz Reisewarnung in Südsudan aufhalten, informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die aktuelle Lage.
  • Setzen Sie vor Überlandfahrten mit UNDSS in Verbindung und beachten deren Empfehlungen hinsichtlich polizeilicher oder militärischer Eskortierung.
  • Bewegen Sie sich im Land allenfalls mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept.
  • Meiden Sie militärische Einrichtungen, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub in den Städten kommt es zu Entführungen, bewaffneten Überfällen, Einbrüchen und Fahrzeugraub (Carjacking).

Im Grenzgebiet zu Uganda, zur Zentralafrikanischen Republik und zur Demokratischen Republik Kongo erfolgen regelmäßig Übergriffe durch marodierende Bewaffnete und Kriminelle.

Für Angehörige westlicher Staaten besteht landesweit ein erhebliches Risiko, Opfer von Entführungen zu werden, mehrere Ausländer wurden seit Anfang 2017 entführt.

  • Bewegen Sie sich bei notwendigen Aufenthalten in Südsudan stets äußerst vorsichtig und mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinesfalls Widerstand.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht subtropisch-feuchtes Klima.
In der Regenzeit von März bis November kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch unpassierbare Straßen und Brücken.
Ansonsten ist das Land von extremer Trockenheit und Dürre betroffen.

  • Verfolgen Sie in der Regenzeit regelmäßig Wetterberichte.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung

Die deutsche Botschaft in Dschuba kann außer reiner Nothilfe keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen. Für Rechts- und Konsularangelegenheiten wie Passausstellungen ist die deutsche Botschaft in Kampala/Uganda zuständig.

Infrastruktur/Verkehr

Die Infrastruktur in Südsudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Dschuba wegen mangelnder Infrastruktur, insbesondere während der Regenzeit und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen nur sehr eingeschränkt möglich.

Flugreisen innerhalb des Landes bieten verschiedene Luftfahrtgesellschaften an. Hinsichtlich des Wartungszustandes der Maschinen liegen keine sachkundigen Erkenntnisse vor, jedoch muss davon ausgegangen werden, dass er nicht westlichen Standards entspricht.

Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen nicht unterschätzt werden. Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss jederzeit gerechnet werden. Nachtfahrten sollten ganz vermieden werden.

Eine Durchquerung des Landes ist weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Sexuelle Handlungen Gleichgeschlechtlicher sind in Südsudan strafbar. Öffentliches Zeigen von Zuneigung von Personen gleichen Geschlechts wird auch gesellschaftlich nicht toleriert.

Besondere Verhaltenshinweise

Empfohlen wird klimaangepasste, vor Insektenstichen schützende Kleidung. In der Öffentlichkeit sollten Frauen wie Männer auf das Tragen von kurzen Hosen verzichten. Sehr kurze Röcke werden bei Frauen ebenfalls ungern gesehen.

Rechtliche Besonderheiten

Einfuhr, Herstellung, Handel, Transport, Konsum, Besitz und Erwerb von Drogen stehen unter Strafe.

Das Fotografieren und Filmen von Militäreinrichtungen, Uniformierten und strategisch bedeutenden Objekten (Ministerien, militärische und polizeiliche, sowie andere öffentliche Einrichtungen aller Art, Bahnhöfe, Brücken, Flugplätze) ist nicht gestattet. Bei Verstößen ist mit hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte zu rechnen. Professionelle Fotografen und Journalisten bedürfen einer gebührenpflichtigen Fotoerlaubnis des Informationsministeriums.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist das Südsudanesische Pfund.
Kreditkarten können in Dschuba in ausgewählten Geschäften und Hotels verwendet werden (nur Visa). Ausländische Bankkarten können in Südsudan nicht verwendet werden. Bargeld vorzugsweise in US-Dollar in ausreichender Menge sollte mitgeführt werden.
US-Dollarnoten sollten aktuell sein, ältere Scheine werden häufig zurückgewiesen. Bevorzugt werden 100 US-Dollarnoten.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Nein
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Nein

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und für das Visum noch drei freie Seiten aufweisen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor Einreise bei der Botschaft der Republik Südsudan in Berlin beantragt werden muss.
Ohne Visum eingereiste Ausländer laufen Gefahr, wegen Verstoßes gegen die Aufenthaltsbestimmungen inhaftiert zu werden.

In jüngster Zeit mehren sich die Forderungen, bei Seminaren, Workshops oder sonstigen Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen eine Vorabgenehmigung des jeweiligen südsudanesischen Partners einzuholen.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Privatreisende dürfen bis zu 10.000 US-Dollar steuer- und abgabenfrei einführen. Bei Überschreitung dieses Betrages fallen 10% Zoll und 15% Steuer an. Von dieser Regelung ausgenommen sind Reisende im Auftrag von Hilfsorganisationen, die Projektgelder mitführen und den beabsichtigten Verwendungszweck der mitgeführten Mittel durch ein Bestätigungsschreiben der betreffenden Organisation nachweisen können.

Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.

Die Ausfuhr von Funden aus den antiken Grabungsstätten und von geschützten Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) ist nicht erlaubt.

In Südsudan sind die Einfuhrbestimmungen ansonsten noch nicht abschließend geregelt. Es muss deshalb bei der Einreise unter Umständen mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.

Gesundheit

Aktuelles

COVID-19

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise von allen Reisenden ab dem Alter von 9 Monaten verlangt und ist medizinisch auch sinnvoll.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
    Eine Cholera-Impfung kann im Einzelfall sinnvoll sein, insbesondere wenn man keinen Einfluss auf die Qualität des genutzten Trinkwassers oder Zugriff auf sichere Lebensmittel hat.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Im gesamten Land inklusive der Städte besteht ein hohes Malariarisiko vorrangig für die gefährliche Malaria tropica, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen,  tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und auch Affen, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen. Die Impfserie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Meningokokken-Krankheit

Vor allem in der Trockenzeit von Dezember bis April kommt es zu Hirnhautentzündungen durch dieses Bakterium, siehe Merkblatt Meningokokken.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Meningokokken-Impfung (ACWY) beraten und ggf. impfen.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe auch Merkblatt Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Viszerale Leishmaniasis (Kala-Azar)

Südsudan ist Endemiegebiet der viszeralen Leishmaniasis. Es handelt sich um eine die inneren Organe befallende tödliche parasitäre Infektion.

  • Beachten Sie den Schutz vor der vorwiegend Dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücke.

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Eine nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (african tick bite fever).

Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.

  • Schützen Sie sich durch adäquate Kleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Rückkehr.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Im Süden des Landes (westlicher Teil Zentraläquatorias und Westäquatoria) kommt es zu Infektionen mit dem Erreger der Schlafkrankheit, die durch große tagaktive Fliegen (TseTse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.

  • Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor.

  • Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt.
  • Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen entfernen Sie evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande, auch in Dschuba ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch ungenügend. Durch den langjährigen Bürgerkrieg sind weiterhin große Teile der medizinischen Infrastruktur zerstört. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

  • Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung z.B. bei AMREF-Flying Doctors ab.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
SchweizJaJaJa
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Kosten

Deutschland und Österreich

Einreisevisum:

100 US$ (drei Monte gültig (bei der südsudanesichen Botschaft in Berlin).

Schweiz

Einreisevisum:

100 CHF (einmalige Einreise);

300 CHF (mehrmalige Einreise).

 

Antrag

An die Botschaft der Republik Südsudan in Berlin oder an die Vertretung des Südsudans in Genf.

Antrag erforderlich

(a) Visa-Antragsformular (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).

(b) 2 aktuelle, farbige, biometrische Passbilder (4,5 cm x 3,5 cm) mit weißem Hintergrund.

(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens 3 leere Seiten enthält, und Kopie.

(d) Visumgebühr per Überweisung, nachdem das Visum erteilt wurde. 

(e) Rück- bzw. Weiterflugticket.

(f) Minderjährige: Beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

(g) Ggf.: Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

(h) Selbstadressierter Rückumschlag mit Briefmarken.

(i) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

(j) gültiges Impfzertifikat gegen Gelbfieber.

(k) Hotelbuchung.

(l) polizeiliches Führungszeugnis.

(m) Einladungsschreiben (Touristen: Einladung eines südsudansischen Reiseveranstalters).

Bearbeitungsdauer

Mindestens 5-6 Werktage.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer Gelbfieberimpfung für alle Personen über 9 Monate.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (mind. 3 freie Seiten) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige benötigen die beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
CholeraJa
DiphtherieJa
Hepatitis AJa
Malaria2
TollwutManchmal
TetanusJa
Typhus & PolioJa
Gelbfieber1

Übersicht

In Dschuba stehen gute medizinische Einrichtungen zur Verfügung. In begrenztem Maße gibt es akzeptable Einrichtungen auch in Wau, Yei und Malakal.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 9 Monate sind.

[2] Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist ausdrücklich empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger können in Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. 

Impfungen gegen Tuberkulose und Hepatitis B sind u. U. empfehlenswert. 

Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die durch tagaktive Tse Tse-Fliegen übertragene Schlafkrankheit kommt vor allem im Süden des Landes vor. Schutz bietet eine entsprechende Kleidung.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung, Insektenschutzmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In allen tropischen Ländern gibt es eine Reihe an Gifttieren, deren Bisse oder Stiche schwere Körperschäden oder den Tod zur Folge haben können. Daher sollte man Abstand von Schlangen, Skorpionen und Spinnen halten. Keinesfalls unter Laub, Erdlöcher oder in  Steinspalten fassen.

Geld

Währung

1 Südsudanesisches Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: SSP (ISO-Code: SSP). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 25, 10, 5 und 1 SSP. Münzen sind im Wert von 25, 10 und 5 Piaster in Umlauf.

Kreditkarten

Lediglich die Visa-Kreditkarte wird in einigen Geschäften und Hotels in Dschuba akzeptiert. Empfohlen ist die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar.

Geldautomaten

Ausländische Bankkarten werden in Südsudan nicht akzeptiert.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Südsudan nicht akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, es besteht Deklarationspflicht. Bis zu einer Summe im Gegenwert von 10.000 US$ ist die Einfuhr steuerfrei.

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Englisch und Arabisch.

Öffentliche Feiertage

Überblick

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.

Liste der gesetzlichen Feiertage

2020

  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Zollfrei Einkaufen

Importbestimmungen

Für die Einfuhrbestimmungen bestehen noch keine einheitlichen Regelungen. Es muss deshalb bei der Einreise u. U. mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.  
 
Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.
 
 

 

Verbotene Exporte

Funde aus antiken Grabungsstätten sowie geschützte Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) dürfen nicht ausgeführt werden.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Südsudan

(Auch für Österreich zuständig.)

+49 (0)30 20 64 45 90.

http://embassy-southsudan.de

http://embassy-southsudan.de

Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-16.30 Uhr.

Leipziger Platz 8

Berlin

10117

Germany

Botschaft des Südsudan (Europa)

(Auch für Österreich zuständig.)

+32 (0)2 280 23 55.

http://www.goss-brussels.com

http://www.goss-brussels.com

Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.30-16.30 Uhr.

20, Avenue des Gaulois

Etterbeek

1040

Belgium

Botschaft von Südsudan

+41 (0)22 740 57 36

http://www.southsudanmission.ch

http://www.southsudanmission.ch

Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr.

23 Avenue de France

Genf

1202

Switzerland

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Pünktlichkeit hat einen niedrigeren Stellenwert als Geduld und Höflichkeit. Eine persönliche Vorstellung beim Geschäftspartner ist von Vorteil.

Öffnungszeiten

Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.

BIP

Derzeit liegen keine Informationen vor.

Hauptexporte

Erdöl, Holz, Hirse, Erdnüsse, Fleisch, Tierhäute, Lebendvieh.

Hauptimporte

Erdöl- und Petroleumprodukte, Weizen und Weizenmehl, Transportmittel, Lebensmittel, Fertigerzeugnisse.

Kommunikation

Überblick

Landesvorwahl: +247.

(Hinweis: Diese Ländervorwahl gilt für den Sudan und behält (zumindest für eine gewisse Zeit) auch für den unabhängigen Südsudan ihre Gültigkeit.)

Telefon

Keine Festnetzverbindungen. Mit einigen internationalen Mobiltelefongesellschaften gibt es Roaming-Verträge. Empfang besteht in größeren Städten.

Internet

In größeren Städten besteht Internetzugang.

Presse

Die größte englischsprachige Tageszeitung ist die Sudan Tribune (Internet: www.sudantribune.com).

Einkaufen

Überblick

Zu empfehlen sind Korbartikel, Stoffe und einheimischer Schmuck.

Nachtleben

Einleitung

In Dschuba gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs. Der Konsum von Alkohol ist weit verbreitet.

Kulinarisches

Übersicht

Die Restaurants in Dschuba bieten internationale Küche an. Sie orientieren sich dabei an den vielen ausländischen Arbeitskräften, die hier tätig sind. Außerhalb der Hauptstadt gibt es vorwiegend südsudanesische und sudanesische Gerichte.

Regionale Spezialitäten

- Hauptnahrungsmittel ist Kisra, ein Fladenbrot aus Hirsemehl.
- Fleisch wird oft mit Erdnusssoße serviert.
- Ful, ein arabisches Bohnengericht, ist weit verbreitet.

Regionale Getränke

In Dschuba werden die Biersorten White Bull und Club Pilsner gebraut. Gesüßter schwarzer Tee ist weit verbreitet.

Unterkunft

Hotels

Außerhalb von Dschuba gibt es nur vereinzelte Unterkünfte. In der Hauptstadt stehen zahlreiche Hotels unterschiedlicher Qualität zur Verfügung; ein Zimmer für unter 120 US$ pro Nacht ist jedoch nur schwer zu finden. Eine Alternative sind fest aufgebaute Zeltunterkünfte, die vor allem seit dem Friedensabkommen von 2005 wegen der vielen ankommenden Gastarbeiter Hochkonjunktur hatten. In den anderen größeren Städten gibt es einige kleine Hotels.

Kultur

Religion

Christen und traditionelle Animisten.

Soziale Verhaltensregeln

Das Fotografieren unterliegt allgemein sehr strengen Bestimmungen. Viele Gebäude und Orte haben für die Regierung strategische Bedeutung und sollten nicht fotografiert werden. Verbote werden häufig direkt vor Ort und scheinbar willkürlich erteilt.

Klima

Überblick

Die Regenzeit, die oft zu Überschwemmungen und unpassierbaren Straßen führt, dauert von Mai bis Oktober. Die Temperaturen sind ganzjährig sehr hoch.

Erforderliche Bekleidung

Leichte Bekleidung während der Trockenperiode. Bei Reisen während der niederschlagsreichen Monate ist die Mitnahme von Regenbekleidung empfohlen.