Länderinformationen

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Sierra Leone

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Sierra Leone.

Hauptstadt

Freetown.

Geographie

Sierra Leone grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang, auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains (bis 1000 m). Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1978. Verfassung von 1991. Parlament mit 124 Mitgliedern. Unabhängig seit 1961 (ehemalige britische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Julius Maada Bio, seit April 2018.

Regierungschef

Julius Maada Bio, seit April 2018.

Elektrizität

220/240 V, 50 Hz; Adapter empfohlen.

Zeitzone

Greenwich Mean Time: MEZ -1

Übersicht

Sierra Leones einzigartige westafrikanische Naturschönheit zog einst 100.000 Besucher jährlich an. Nach einem blutigen Bürgerkrieg beginnen nun erste Touristen, die geschützten weißen Sandstrände, unberührten Regewälder und erfrischenden Wasserfälle wieder für sich zu entdecken.

In vielerlei Hinsicht hat sich nichts geändert. Die Bewohner Sierra Leones sind Besuchern gegenüber noch immer aufgeschlossen und die Landschaft ist nach wie vor ein tropisches Paradies, aber ein Großteil des Landes, einschließlich der touristischen Infrastruktur, ist nach Jahren des Konfliktes noch im Wiederaufbau begriffen. Sierra Leone beendete 2002 mit Hilfe von mehr als 17.000 UN-Soldaten seinen zehn Jahre währenden Rebellenkrieg. Es war der bis dahin größte Erfolg der UN-Friedenstruppen in Afrika.

Die Regierung ist nun bemüht, die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Rückkehr internationaler Touristen in dieses kleine Stückchen Afrika zu schaffen. Ein Entwicklungsgesetz wurde verabschiedet, ähnlich dem in Gambia, und das Ministerium für Tourismus und Kultur hat sich zum Ziel gesetzt, ein solides und stabiles Umfeld für den Tourismus aufzubauen und die kulturelle Vielfalt des Landes bestmöglich zu präsentieren.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Sierra Leone wird u. a. von KLM (KL) angeflogen.

Lufthansa (LH) fliegt im Codeshare mit Brussels Airlines (SN) von Brüssel nach Freetown.

Ausreisegebühr

40 US$, Transitreisende und Kinder unter zwei Jahren sind davon ausgenommen. Bei Flügen ins nicht-afrikanische Ausland meist im Ticketpreis enthalten, bei Flügen innerhalb von Afrika in bar zu bezahlen.

Anreise mit dem Pkw

Es gibt Verbindungsstraßen von Guinea (Conakry) und Liberia, sie können jedoch, je nach der aktuellen politischen Lage, u. U. gesperrt sein. Die Botschaft (s. Adressen) erteilt weitere Auskünfte.

Busse
und Taxis fahren täglich zwischen Conakry und Freetown.

Anreise mit der Bahn

Gegenwärtig keine Personenzüge.

Anreise mit dem Schiff

Vom Haupthafen Freetown Verbindungen nach Liberia und Guinea.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Privatflugzeuge können gemietet werden.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Hauptstraßen sind geteert, während Nebenstraßen nur schlecht instandgehalten und in der Regenzeit oft unpassierbar sind. Nachts befinden sich auf den Hauptstraßen in der Nähe der Städte oft Straßenblockaden.

Bus:
Die Sierra Leone Road Transport Corporation sorgt für Verbindungen im Nah- und Fernverkehr. Die Busse sind schnell, preiswert und verkehren zwischen allen größeren Städten.

Mietwagen:
Mietwagen sind relativ teuer, aber die meisten werden mit Chauffeur angeboten. Wegen des schlechten Zustands der Straßen sollte man einen Jeep mieten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Die Road Transport Corporation betreibt in Freetown Busliniendienste in begrenztem Umfang. Ein Großteil der öffentlichen Verkehrsmittel sind Minibusse und Sammeltaxis.

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verbinden alle Küstenhäfen miteinander. Weitere Informationen vor Ort oder vom National Tourist Board of Sierra Leone (s. Adressen).

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 03 Sep 2019 13:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Sun, 29 Sep 2019 10:35:31 +0200)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste

Letzte Änderungen:
Neustrukturierung
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Die politische Lage in Sierra Leone ist stabil. Demonstrationen kommen vereinzelt vor und können zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen führen.

  • Informieren Sie sich zur Lage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen, größere Menschenansammlungen und insbesondere Veranstaltungen vor Parteizentralen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub sind verbreitet; besonders vor und an Feiertagen und insbesondere an von Besuchern stark frequentierten Orten. Auch Gewaltverbrechen gegen Ausländer wie bewaffnete Überfälle und Einbrüche treten vermehrt auf wie z.B. an Stränden. Auch Internetkriminalität ist verbreitet.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Fähren, im Bus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und am Strand besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

In der Regenzeit von Mai bis November kommt es angesichts heftiger Regenfälle regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Verkehrsbehinderungen.

  • Holen Sie vor Beginn der Reise Erkundigungen über die Straßenverhältnisse ein. Auch wichtige Orte im Landesinneren können in der Regenzeit vom Verkehr abgeschnitten sein.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Der internationale Flughafen Lungi liegt auf einer Halbinsel. Nach Freetown gelangen Sie üblicherweise mit einer Fähre. Die Nutzung des Landwegs ist möglich, würde jedoch je nach Witterung vier bis fünf Stunden Fahrt benötigen.

Die Straßenqualität auf Überlandstrecken ist mit Ausnahme einiger Hauptverbindungsachsen schlecht.

Die Strände unweit der Hauptstadt Freetown sind beliebt. Ihre touristische Infrastruktur weist überwiegend einfachen Standard auf.

  • Planen Sie ihre Reise sorgfältig.
  • Vermeiden Sie generell Fahrten bei Dunkelheit.
  • Beachten Sie die starken Strömungen im Meer, die unerwartet gefährlich werden können.

Führerschein

Ein internationaler Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Ein Gesetz aus der britischen Kolonialzeit, das formal nicht außer Kraft gesetzt wurde, verbietet männliche Homosexualität. Das Gesetz wird in der Praxis nicht angewendet. Weibliche Homosexualität ist gesetzlich nicht untersagt.

Berücksichtigen Sie, dass Homosexualität  jedoch von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt und als Verstoß gegen traditionelle Normen und Werte betrachtet wird.

Strafrecht

Das Fotografieren von Flughäfen, Regierungs- und anderen offiziellen Gebäuden sowie von Brücken ist verboten, es gibt klare Beschilderungen. Verstöße werden verfolgt.

Alle polizeilichen Untersuchungen, die mit fehlenden Dokumenten, ausländischen Pässen oder von Ausländern gemeldeten Diebstählen zu tun haben, werden vom „Criminal Investigations Department Headquartes (CID HQ)" bearbeitet. Die hierfür anfallende Gebühr in Höhe von 300.000 Leones für die Erstellung des Polizeiberichts muss von Ihnen im Voraus entrichtet werden.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Leone (SLL). Bargeld können Sie in der Regel in den großen Hotels, ansonsten bei Banken und Wechselstuben in der Innenstadt umtauschen.

Denken Sie daran, die Zahlung mit Kreditkarten ist (noch) nicht weit verbreitet. In den größeren Hotels werden sie allerdings angenommen, vorzugsweise Visa und Mastercard. Kleinere Beträge in Landeswährung können von Geldautomaten in größeren Städten abgehoben werden.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Für die Einreise ist ein Impfpass mit gültiger Geldfieberimpfung erforderlich.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das  rechtzeitig vor der Einreise bei der Botschaft von Sierra Leone in Berlin beantragt werden muss.
Eine Verlängerung des Visums in Sierra Leone ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt. Alleinreisende Minderjährige sollten jedoch die Einverständniserklärung der Eltern in englischer Sprache mit sich führen.

Einfuhrbestimmungen

Gegenstände des täglichen Bearfs, u.a. auch Fotoapparate, ausländische Zeitschriften, können in der Regel problemlos eingeführt werden.

Die Einfuhr von Waffen und Drogen ist untersagt.

Für die Ausfuhr von Mineralien, Metallen und auch Steinen ist eine behördliche Genehmigung erforderlich.

Heimtiere

Die Einfuhr von Haustieren bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Chief Veterinary Officer im Landwirtschaftsministerium, die normalerweise bei Vorlage amtlicher Impf- und Gesundheitszeugnisse deutscher Stellen ohne weiteres erteilt wird. Erkundigen Sie sich ggf. rechtzeitig bei der Botschaft von Sierra Leone in Berlin.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Sierra Leone ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden älter als neun Monate vorgeschrieben. Jährlich werden Erkrankungen gemeldet. Gelegentlich wird auch der Nachweis von anderen Impfungen verlangt, dies ist jedoch willkürlich und entspricht nicht den Einreisebestimmungen des Landes. Reisenden wird empfohlen, unter Hinweis auf die Einreisebestimmungen beherzt aufzutreten und ggf. Gespräch mit dem Port Health Officer zu verlangen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken ACWY,  Tollwut und. Typhus empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit während und nach der Regenzeit von Mai bis Oktober durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Sierra Leone. Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Ebola

Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt.
Von Mai 2014 bis  Januar 2016 sind in Sierra Leone im ganzen Land mehr als 14.100 Ebola(verdachts)fälle mit zahlreichen Todesfällen aufgetreten.
Am 17. März 2016 wurde Sierra Leone von der Weltgesundheitsorganisation als ebolafrei erklärt. Da Neuerkrankungen weiterhin nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen, siehe Merkblatt Ebola.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, siehe auch Merkblatt Bilharziose.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern in Sierra Leone konsequent ab.

Lassa-Fieber

Lassa-Viren werden meist durch den Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Ratten übertragen. Auch der Konsum von Feldratten (bush meat) oder der Kontakt mit Ausscheidungen oder Blut von infizierten Menschen kann zur Infektion führen. In Sierra Leone kommen wiederkehrende, lokal begrenzte Ausbrüchen in einigen Regionen, insbesondere im Süden um Kenema vor. Alleine in 2010 hat das dortige Lassa-Fieber-Labor der WHO über 150 Fälle bestätigt, von denen 45 verstorben sind.
Betroffen ist meist die Landbevölkerung. Der Großteil der Infektionen verläuft asymptomatisch. Ein schwerer Verlauf ist gekennzeichnet durch Gesichts- und Kehlkopfschwellung, Blutungsneigung (Hämorrhagie) sowie neurologische Erscheinungen bis hin zu Schock und Multiorganversagen. Die Sterblichkeit liegt bei schweren Verläufen bei 15%.
Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen (Ribavirin). Eine Impfung existiert nicht, siehe Merkblatt Lassa-Fieber.

  • Seien Sie bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten in Westafrika vorsichtig.
  • Der Kontakt zu den Reservoir-Tieren und deren Ausscheidungen sollte durch eine effiziente Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene unterbrochen werden.
  • Meiden Sie den Kontakt zu Lassa-Fieber-Infizierten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch äußerst problematisch. Es besteht ein ausgeprägter Mangel an Fachärzten, der sich durch die Ebolaepidemie weiter verstärkt hat. Auch in Freetwon ist die ärztliche Versorgung sehr begrenzt. Die Ärzte sprechen in der Regel Englisch, in Freetown gibt es einige deutschsprachige Allgemeinmediziner und Fachärzte, u.a. Mt. Sinai Hospital. Bei einer Erkrankung im Binnenland behindern die schlechten Straßen einen oft gebotenen raschen Transport nach Freetown bzw. eine Evakuierung ins Ausland. Während der sechsmonatigen Regenzeit können auch Rettungshubschrauber nur eingeschränkt verkehren.

Weiterführende Behandlungen und Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Für einen schweren chirurgischen Notfall kommen nur eine Privatklinik (Choitram Memorial Hospital) und ein Krankenhaus einer Nichtregierungsorganisation (Goderich Emergency Surgical Center) in Betracht. Über private medizinsche Dienstleister (WARA, Aspenmedical) besteht Zugang zu medizinischer Erstversorgung, Überwachung über Nacht und einem Rettungsdienst einschließlich einer Evakuierung per Flugzeug (Standort Monrovia/Liberia, Aspenmedical).

Das Mitbringen von Medikamenten ist erforderlich für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Freetown einige Apotheken, die internationale Medikamente führen, sie haben jedoch ein begrenztes Sortiment. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

  • Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung z.B. bei AMREF-Flying Doctors ab.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
DeutschlandJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Deutschland, Österreich und Schweiz

Touristen- und Geschäftsvisum:

100 € (Aufenthalt bis 3 Monate, einmalige Einreise);
150 € (Aufenthalt bis 6 Monate, mehrfache Einreise);
200 € (Aufenthalt bis 12 Monate, mehrfache Einreise).

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Gültigkeit

Ab Austellungsdatum 3 Monaten gültig; die Aufenthaltsdauer wird bei der Einreise festgelegt. Verlängerungsmöglichkeit vor Ort, maximale Aufenthaltsdauer: 12 Monate.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Einreisevisum:
(a) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 farbige Passfotos mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes.
(e) Gebühr (Überweisung mit Beleg).
(f) Einladung oder Unterkunftsbestätigung.
(g) Rück- oder Weiterflugtickets mit Beschreibung des Reiseverlaufes.
(h) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(i) Entsendungsschreiben der eigenen Firma auf Englisch mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer sowie Bestätigung der Kostenübernahme.
(j) Einladung des Geschäftspartners in Sierra Leone.

Der postalischen Antragstellung sind ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigefügt werden.

Bearbeitungsdauer

Mindestens 14 Werktage.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (es müssen immer 2 Passbilder beiliegen) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Hinweis: Alleinreisende Minderjährige sollten eine Reiseerlaubnis der nicht mitreisenden Elternteile / Erziehungsberechtigten mit sich führen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken4-
Malaria3-
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Es besteht ein ausgeprägter Mangel an Fachärzten. Die ärztliche Versorgung in Freetown ist gegenwärtig sehr begrenzt. Die Ärzte sprechen in der Regel Englisch. In Freetown gibt es einige deutschsprachige Allgemeinmediziner und Fachärzte. Kirchliche Missionen und internationale Hilfsorganisationen unterhalten einige medizinische Einrichtungen und Sozialdienste.

Eine Reiseapotheke sollte mitgenommen werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Sierra Leone den Flughafen nicht verlassen.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird generell allen Reisenden nach Sierre Leone Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen.
Beim Verlassen von Sierra Leone kann möglicherweise ein Impfzertifikat gegen Gelbfieber verlangt werden.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Es gibt immer wieder Choleraepidemien mit mehreren tausend Erkrankten pro Jahr wie im Jahr 2012. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig (erhöhtes Risiko während der Regenzeit Mai-Oktober) in allen Landesteilen erforderlich. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

[4] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In Sierra Leone ist die Lassa-Fieber-Infektion endemisch und es kommt immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können während der Trockenzeit vorkommen. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Die Schlafkrankheit kommt landesweit vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 Leone = 100 Cents. Währungskürzel: Le, SLL (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5.000, 2.000, 1.000 und 500 Le im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 500 und 100 Le.

Kreditkarten

Abgesehen von einigen großen Hotels und von Supermärkten werden gängige Kreditkarten kaum akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Bankkarten

 

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten in einigen Banken Geld abgehoben werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Sierra Leone nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Do 08.00-13.30 Uhr, Fr 08.00-14.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 50.000 Le begrenzt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht ab 5.000 US$. Ausfuhr maximal in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge (offiziellen Nachweis, z.B. Bankbelege, aufbewahren).

Geldwechsel

Der Umtausch von Euro, US-Dollar und britischen Pfund Sterling ist in Banken, Wechselstuben und großen Hotels möglich.

Wechselkurse

EUR1 = SLL5764.12
GBP1 = SLL6865.65
USD1 = SLL5547.00

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch (wird jedoch nur von einer alphabetisierten Minderheit gesprochen); Krio (Kreolisch), Malinké, Mende (Süden), Temne und andere einheimische Sprachen dienen als Umgangssprachen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2019

  • 01 Jan Neujahr
  • 19 Apr Karfreitag
  • 22 Apr Ostermontag
  • 27 Apr Unabhängigkeitstag
  • 25 Dec Weihnachten
  • 26 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Sierra Leone eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 250 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke.

Verbotene Importe

Rauschgifte und Betäubungsmittel.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Sierra Leone

(ohne Visumerteilung)
 

(+41) (022) 730 17 39.

Chemin Louis-Dunant 15b, 3rd Floor

CH-1202 Genève

Switzerland

Honorargeneralkonsulat der Republik Sierra Leone

(+43) (01) 894 05 82 20.

http://www.slembassy-germany.org

http://www.slembassy-germany.org

Di+Do 10.00-12.00 Uhr nach telefonischer Vereinbarung.

Talgasse 11/7

A-1150 Wien

Austria

Botschaft der Republik Sierra Leone

(auch für Österreich und die Schweiz zuständig)

Honorargeneralkonsulat mit Visumerteilung in Frankfurt/M. (Tel: (06109) 332 77). Honorarkonsulate in Denkendorf und Grünwald.

(030) 77 20 58 50.

http://www.slembassy-germany.org

http://www.slembassy-germany.org

Mo-Do 09.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-15.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Do 09.00-12.00 Uhr.

Herwarthstraße 4

D-12207 Berlin

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Englisch ist in Geschäftskreisen am gebräuchlichsten. Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich, Pünktlichkeit wird erwartet. September bis Juni sind die besten Monate für Geschäftsreisen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.00/12.30 und 14.00-16.30/17.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Sierra Leone Chamber of Commerce, Industry and Agriculture (Industrie-, Handels- und Landwirtschaftskammer)
Lamina Sankoh Street, Freetown
Tel: (022) 22 63 05.

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Celtel (SL) Ltd. (Internet: www.sl.celtel.com/en/index.html oder www.msi-cellular.com), Millicom (Internet: www.buzzsl.com) und LINTEL (Sierra Leone) Ltd.. Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf die Städte Blama, Bo, Freetown, Kenema, Kono, Lungi, Magbruka, Makali, Makeni, Masingbi, Matotoka, Mile 91, Moyamba, Njala, Tiama, Yamandu und deren Umgebung. Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Telefongesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Internet

Internetanbieter ist Sierrra Tel Internet (Internet: www.sti.net). In Freetown gibt es ein Internetcafé.

Post

Luftpostsendungen nach Europa sind ca. 5 Tage unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Freetown

Dicht bewaldete Hügel umschließen die geschäftige historische Hafenstadt Freetown. Bei einem Stadtbummel sollte man sich den 500 Jahre alten Baumwollbaum und den De-Ruyter-Stein ansehen. Im King's Yard fand die Landverteilung für befreite Sklaven statt, ein Besuch des Museums bietet Einblicke in die Lokalgeschichte. Das Fourah-Bay-College ist die älteste Universität Westafrikas, die Marcons-Kirche wurde 1820 erbaut. Auf dem King-Jimmy-Markt und den Basaren kann man nach Herzenslust stöbern.

Tierschutzgebiete

Besuchsgenehmigungen und einen Führer erhält man vom Ministerium für Forst- und Landwirtschaft in Freetown.
Den Outamba-Kilimi-Nationalpark im Norden kann man von Freetown mit Bus, Auto oder Flugzeug erreichen. Die eindrucksvolle Landschaft ist Lebensraum von Elefanten, Schimpansen und Zwerg-Flusspferden.
Das Sakanbiarwa-Naturschutzgebiet sollte man Anfang des Jahres besuchen, die Blütenpracht der Orchideenarten ist eine wahre Augenweide.

Einkaufen

Überblick

Masken, Lederarbeiten und Holzschnitzereien. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

In Freetown gibt es Nachtklubs und zwei Spielkasinos. Musik, Tanz und typisch einheimische Unterhaltung bieten die Hotels am Lumley Beach und in der Region Cape Sierra. Die bekanntesten einheimischen Musikgruppen treten auf der Terrasse eines Strandklubs auf.

Kulinarisches

Übersicht

Englische, französische, armenische und libanesische Gerichte werden in den Restaurants der Hauptstadt angeboten. In vielen Hotels bestimmt die afrikanische Küche die Speisekarte, einheimische Spezialitäten sind köstlich zubereiteter Fisch und Hummer, Garnelen, exotische Früchte und Gemüse.

Kultur

Religion

30 % Anhänger von Naturreligionen; 60 % Moslems (Sunniten) und 10 % Christen (vorwiegend Protestanten).

Soziale Verhaltensregeln


Stammesoberhäupter, Religion und Geheimgesellschaften spielen immer noch eine große Rolle im gesellschaftlichen Leben und sorgen für sozialen Zusammenhalt. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, und die üblichen Höflichkeitsformen gelten auch hier. Kleine Geschenke der Firma oder aus dem Heimatland des Gastes werden gern angenommen. Alltagskleidung wird überall akzeptiert, und elegante Kleidung wird nur zu besonderen Anlässen erwartet. Trinkgeld: Hotels und Restaurants berechnen 10-15% für Bedienung. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Klima

Beste Reisezeit

Ganzjährig tropisch und schwül. Zwischen November und April ist es sehr heiß und trocken, Meeresbrisen sorgen in der Küstenregion für Abkühlung. Die Regenzeit ist von Mai bis November. Von Dezember bis Januar weht der trockene und staubige Harmattan-Wind von der Sahara her.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Picturesque

Picturesque coastline in Sierra Leone
© iStockphoto / Thinkstock

Traditional

Traditional West African sailing boat, Sierra Leone
© iStockphoto / Thinkstock

Fishermen

Fishermen in Sierra Leone
© iStockphoto / Thinkstock

Boy

Boy fishing on canoe, Sierra Leone
© Goodshoot / Thinkstock