Länderinformationen

Alle Länder anzeigen

Eritrea

Allgemeines

Hauptstadt

Asmara.

Geographie

Nachbarländer der am Roten Meer gelegenen Republik sind Äthiopien im Südwesten, Dschibuti im Südosten und der Sudan im Nordwesten. Zum Territorium von Eritrea gehört das Dalak-Archipel mit 200 Inseln, das vor der Küste im Roten Meer liegt. Im Küstentiefland herrscht feucht-heißes Klima. Das gebirgige Landesinnere ist fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt. Die höchste Erhebung ist der Soira mit 3018 m. 

Regierung

Republik seit 1993. Verfassung von 1997, die jedoch bis heute nicht in Kraft trat. Faktisch inaktives Übergangsparlament mit 150 Mitgliedern. 1941-1952 unter britischer Führung; ab 1962 Provinz von Äthiopien, seitdem herrschten ständig Unruhen und Bürgerkriege. Eritrea und Äthiopien haben am 18. 06. 2000 ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Unabhängig seit 1993.

Staatsoberhaupt

Isayas Afewerki (seit 1993).

Regierungschef

Isayas Afewerki (seit 1993).

Elektrizität

230 V. 50 Hz. 

Zeitzone

Eastern Africa Time: MEZ +4

Übersicht

Eritrea liegt am Roten Meer und besteht aus einem flachen Küstengebiet und einem bergigen Hinterland.
Die türkischen und ägyptischen Kolonialmächte hinterließen zahlreiche interessante Orte und Gebäude, und die Küche Eritreas erinnert an die italienische Besatzung, die von den Briten 1941 beendet wurde. Ab den 50er Jahren stand Eritrea unter äthiopischer Herrschaft und erlangte erst durch einen Guerillakrieg und ein anschließendes Referendum 1993 seine volle Unabhängigkeit. 25 Jahre später stellte Eritrea mit dem Friedensvertrag mit Äthiopien im Juli 2018 eine weitere Weiche für seine zukünftige touristische Erschließung. 

Trotz seiner turbulenten Geschichte hat Eritrea dem Besucher einiges zu bieten, vor allem seine Natur- und Tierwelt. In Eritrea sind z.B. Elefanten, Löwen, Paviane, Gazellen, Leoparden, Straße und Schildkröten zu Hause. Im blaugrünen Wasser vor den wunderschönen Stränden Eritreas sind außerdem nicht selten Engelhaie, Barrakudas, Korallenfische und verschiedene Krabben-, Seegurken- und Quallenarten zu sehen.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Eritreas nationale Fluggesellschaft heißt Eritrean Airlines (B8) (Internet: www.ertra.com/eal). Sie steht seit Dezember 2012 auf der Schwarzen Liste.

Yemen Airways (IY) (Internet: www.yemenia.de) bietet wöchentliche Flüge von Frankfurt/M. nach Eritrea. Die nationalen Fluggesellschaften bieten Flüge von Europa in Kooperation mit anderen Airlines nach Asmara an. Außerdem wird Eritrea u. a. von Egyptair (MS) angeflogen.

Ausreisegebühr

20 US$.

Anreise mit dem Schiff

Regelmäßiger Schiffsverkehr mit einheimischen Reedereien zwischen Europa und Massawa oder Assab.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandflüge verkehren zwischen Asmara und Assab. Alle Fluggesellschaft aus Eritrea wurden im Dezember 2012 auf die Schwarze Liste gesetzt.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Reparatur- und Modernisierungsarbeiten sind im Gang. Dennoch gibt es insgesamt ausreichende Allwetterstraßen in die meisten Geschäftszentren und Urlaubsgebiete; die übrigen, unbefestigten Straßen sollte man nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahren. Eine Ausweitung des Straßennetzes ist geplant. Nur die im 100-km-Radius von Asmara gelegenen Städte Keren, Massawa, Mendefera, Decemhare und Nefasit können genehmigungsfrei auf Hauptstraßen angefahren werden.

Busse
verkehren zwischen den großen Ortschaften. Größere Städte werden zweimal, kleinere Städte einmal pro Tag angefahren.

Taxis
gibt es in der Hauptstadt und am Flughafen in Asmara. Fahrpreise sind nachts höher und sollten vor Fahrtantritt vereinbart werden. Es ist üblich, ein Taxi mit anderen Reisenden zu teilen. Gegen einen Aufpreis kann man im Taxi auch allein fahren.

Mietwagen:
Erhältlich über den Eritrean Tour Service (ETS) in Asmara (s. Adressen). Man sollte besonders umsichtig fahren oder, wenn möglich, ein Auto mit Chauffeur mieten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das während des Unabhängigkeitskrieges größtenteils zerstörte, 300 km lange Schienennetz von Massawa nach Agordat über Asmara und Keren wurde wieder aufgebaut. Es gibt Sonderfahrten mit der Dampflok, jedoch keinen regelmäßigen Zugverkehr.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 04 Nov 2019 15:15:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Mon, 04 Nov 2019 15:28:22 +0100)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste

Letzte Änderungen:
Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
Einreise und Zoll
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor
-
dem Anlaufen eritreischer Häfen durch Individualreisende,
- dem Anlaufen der Inseln des Dahlak-Archipels,
- Einreisen auf dem Landweg
und
- Reisen in das Grenzgebiet zu Dschibuti
wird gewarnt.

Von Reisen in die Grenzgebiete zu Äthiopien und Sudan wird abgeraten.

Terrorismus

Innenpolitische Lage

In der Hauptstadt Asmara ist die Lage stabil und ruhig.

Der Grenzkonflikt mit Dschibuti ist nicht gelöst und die Lage bleibt dort angespannt.

Die angekündigte Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die zeitweise Öffnung der Grenze haben an den Einreisebestimmungen nichts geändert.

In der Grenzregion zu Sudan sind Rebellengruppen und Schmuggler aktiv, vielerorts besteht Minengefahr. Die Grenze zu Sudan wurde noch nicht offiziell geöffnet.

Die eritreischen Behörden unterrichten die ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen nicht über Festnahmen ihrer jeweiligen Staatsangehörigen und verweigern den Zugang zu festgenommenen bzw. inhaftierten Ausländern, so dass eine konsularische Betreuung unmöglich gemacht wird.

  • Reisen Sie nur auf dem Luftweg nach Eritrea ein.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und verhalten Sie sich kooperativ.

Kriminalität

Die allgemeine Kriminalitätsrate ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl kommt gelegentlich vor, Gewaltkriminalität ist selten.
Bei der Nutzung von sogenannten „Line-Taxis" (Sammeltaxis) in Asmara kam es wiederholt zu Taschendiebstählen.

  • Vermeiden Sie Fahrten während der Dunkelheit und auf entlegenen Straßen.
  • Seien Sie bei der Nutzung von Sammeltaxis in Asmara besonders vorsichtig.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen stets aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Piraterie

Bei der Schifffahrt östlich von Eritrea insbesondere Richtung Süden entlang der somalischen Küste besteht die Gefahr von Piratenüberfällen.

Naturkatastrophen

Eritrea liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann.

In der Regenzeit von Juni bis September kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen.

  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und Vulkanen vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Straßen, die im Bürgerkrieg zerstört wurden, sind inzwischen überwiegend wiederhergestellt. Eine alte Eisenbahnlinie (von Asmara Richtung Massawa) wurde zu rein touristischen Zwecken wiederhergestellt.

Busse verkehren zwischen den großen Ortschaften, sind jedoch häufig überfüllt und älteren Datums. In Asmara gibt es Taxis und Sammeltaxis („Line-Taxis").

Alle Hauptstraßen sind asphaltiert, Nebenstrecken dagegen meistens nicht. In der Regenzeit von Juni bis September sind nicht asphaltierte Straßen zeitweise nur schwer passierbar.

Abseits von Straßen und insbesondere im Grenzgebiet zu Äthiopien und Dschibuti besteht die Gefahr von Landminen.

Eine touristische Infrastruktur ist außer in einigen Städten praktisch nicht vorhanden.

Bei der Stromversorgung kann es auch in urbanen Zentren zu mehrstündigen Ausfällen, in der Versorgung von Trinkwasser zu Versorgungsengpässen kommen. Selbst in Hotels und Restaurants ist Trinkwasser ohne Kohlensäure häufig nicht zu erhalten. Internetverbindungen sind grundsätzlich selten und eher schlecht.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Reiseerlaubnis

Alle Ausländer unterliegen Reisebeschränkungen. Sie benötigen für Reisen außerhalb der Hauptstadt Asmara von mehr als 20 km eine Reiseerlaubnis, die für Touristen beim eritreischen Tourismusministerium, für Geschäftsreisende beim zuständigen Ministerium und für ansässige ausländische Arbeitnehmer über ihren eritreischen Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde beantragt werden muss. Im Antrag sind Reiseziel, -weg, -dauer und -zweck genau zu benennen. Diese Reiseerlaubnis wird nicht immer erteilt.

Auch Diplomaten unterliegen diesen Beschränkungen und benötigen zum Verlassen der Hauptstadt eine Reiseerlaubnis, die mindestens zwei Tage vor Reiseantritt beantragt werden muss. Daher kann Reisenden, die außerhalb Asmaras in eine akute Notlage geraten, nur schwer Hilfe geleistet werden.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Verstöße können zu einem Strafverfahren, zu Freiheitsentzug oder Geldstrafe führen.

Strafrecht

Die eritreischen Behörden unterrichten die ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen nicht über Festnahmen ihrer jeweiligen Staatsangehörigen und verweigern den Zugang zu festgenommenen bzw. inhaftierten Ausländern, sodass eine konsularische Betreuung unmöglich gemacht wird.

Drogenbesitz und -konsum (jeder Art) kann zu mehrjährigen Haftstrafen führen.

In Eritrea existieren Sondergerichte sowie die Todesstrafe, z.B. für Landesverrat oder Spionage.

Das Fotografieren militärischer Objekte und Personen ist strengstens verboten, wobei der Begriff des 'militärischen Objekts' unklar ist, die Definition ist oft nicht nachvollziehbar. Besondere Zurückhaltung ist daher ratsam.
Regierungskritische Meinungsäußerungen können zur Verhaftung führen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Nakfa (ERN). Eine Bargeldversorgung ist in Eritrea nur per Umtausch von Devisen in Nakfa in Wechselstuben und Banken sowie mittels Geldüberweisungen über Western Union möglich. Es gibt keine Bankautomaten und Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Auch in Hotels ist die Bezahlung vor Ort mit Kreditkarten nicht möglich. Gleichwohl können manche Hotels vom Ausland aus im Internet über die einschlägigen Buchungsportale gebucht und darüber mit Kreditkarte bezahlt werden.

  • Klären Sie die Zahlungsmöglichkeiten im Vorfeld der Reise mit dem Hotel a.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Reisedokumente von Personen, die beabsichtigen, in Eritrea Wohnsitz zu nehmen, müssen noch mindestens ein Jahr gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor der Einreise bei der zuständigen eritreischen Auslandsvertretung, in Deutschland bei der Botschaft des Staates Eritrea in Berlin beantragt werden muss.
Der Aufenthaltszweck muss dem im Visum angegebenen Zweck entsprechen, d.h. ein Touristenvisum darf nicht für Geschäfts- oder Forschungsaufenthalte oder Pressetätigkeit genutzt werden. Der Aufenthalt in Eritrea ohne gültiges Visum ist strafbar und führt zur Festnahme.

Touristenvisa werden durch die eritreischen Auslandsvertretungen wie die Botschaft des Staates Eritrea in Berlin zunächst für einen Monat erteilt. Sie können dann ggf. zweimalig gebührenpflichtig (ca. 60 US-Dollar) für jeweils einen Monat verlängert werden.

Für Touristenvisa und für Geschäftsvisa kann die zuständige Behörde im Einzelfall eine Überschreitung der eigentlich zulässigen Höchstgültigkeitsdauer zulassen.

Reist ein deutscher Staatsangehöriger aus einem Land ein, in dem sich eine eritreische Vertretung befindet, muss das Visum vor Einreise dort beantragt werden. Nur, wenn die eritreische Vertretung schriftlich bescheinigt, dass das Visum trotz Antragstellung nicht rechtzeitig erteilt werden konnte und diese Bescheinigung an der Grenze vorgelegt wird, kann ein Visum an der Grenze ausgestellt werden.

Sollte ein deutscher Staatsangehöriger aus einem Land einreisen, in dem sich keine eritreische Vertretung befindet, sollte sich der Reisende an die nächstgelegene eritreische Vertretung oder die Botschaft des Staates Eritrea in Berlin wenden, um die konkreten Einreisemodalitäten in Erfahrung zu bringen.

Deutsch-eritreische Doppelstaater

Außerhalb Eritreas lebende Personen mit eritreischer und deutscher Staatsangehörigkeit benötigen für die Einreise mit einem deutschen Reisepass ein Visum. Wer mit einem eritreischen Personalausweis (ID) einreist, benötigt ein Ausreisevisum, wenn er das Land wieder verlassen will.

Seit Kurzem erlauben die eritreischen Behörden die Wiederausreise in diesen Fällen nur, wenn die Aufenthaltszeiten in Deutschland lückenlos nachgewiesen werden.

Reisende mit deutscher und eritreischer Staatsangehörigkeit sollten sich bewusst sein, dass sie von den eritreischen Behörden bei Reisen in Eritrea ausschließlich als eritreische Staatsangehörige behandelt werden. Ein konsularischer Schutz durch die Botschaft Asmara ist für diese Personen grundsätzlich nicht möglich. Dies gilt auch bei Fragen der Wehrpflicht, der grundsätzlich alle Männer und Frauen ab dem 18. Lebensjahr unterliegen.

  • Führen Sie eine vom Einwohnermeldeamt in Deutschland ausgestellte „erweiterte Meldebescheinigung" mit, um Aufenthaltszeiten in Deutschland zu belegen.

Minderjährige

Kinder sollen in Begleitung der Eltern oder einer sorgeberechtigten Person reisen. Reisen sie allein, müssen sie über eine Bescheinigung 'unaccompanied minor form' verfügen, aus der hervor geht, dass sie von einer kompetenten Person oder Organisation bei Ankunft in Eritrea in Empfang genommen werden.

Einfuhrbestimmungen

Ein- und ausreisende Personen dürfen unbegrenzt konvertierbare Währungen ein- und ausführen. Beträge, die den Gegenwert von 10.000 US-Dollar übersteigen, müssen beim Grenzübertritt beim eritreischen Zoll deklariert werden. Ihr Umtausch in die Landeswährung ist nur bei offiziellen Einrichtungen (Banken und Himbol-Wechselstuben) zu einem von der Bank festgelegten Kurs erlaubt.

Verstöße gegen diese Devisenvorschriften werden nach dem Gesetz (Legal Notice No. 73/2013) mit Strafen von ERN 50.000,- (ca. 2.500,- Euro) und bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet.

Die Mitnahme von eritreischen Reisedokumenten (Pässe, ID-Karten etc.) für Dritte ist verboten und kann Strafen nach sich ziehen.

Die Ausfuhr der Landeswährung Nakfa unterliegt einer strengen Kontrolle und ist verboten. Reisende, die bei Ausreise über den Luftweg eritreische Währung mit sich führen, müssen mit vorübergehendem Passentzug und sogar einer Stornierung des Flugtickets rechnen. Nakfa werden von den Behörden konfisziert. Es besteht die Möglichkeit einer Festnahme und eines Strafverfahrens.

Bei der Einreise wird das mitgeführte Gepäck durchleuchtet und bei Auffälligkeiten markiert. Das markierte Gepäck muss geöffnet werden.

Für elektronische Geräte (Laptops, Digitalkameras usw.), die in Eritrea verbleiben sollen, wird Zoll erhoben. Sofern diese Geräte zum persönlichen Gebrauch während des Aufenthalts in Eritrea bestimmt sind und bei der Ausreise wieder mitgeführt werden, wird kein Zoll erhoben. Über die Einfuhr wird eine Bescheinigung ausgestellt, die bei der Ausreise vorzulegen ist.

Heimtiere

Für die Einfuhr von Heimtieren muss eine gültige Tollwutimpfung sowie ein International Health Certificate nachgewiesen werden.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Durch staatliche Maßnahmen zur Mückenbekämpfung ist die Zahl der Malariainfektionen in den letzten Jahren zurückgegangen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

In Eritrea besteht in allen Landesteilen unterhalb von ca. 1.500 m, also in den Küstenregionen, grundsätzlich ein ganzjähriges hohes Infektionsrisiko! In der Hauptstadt Asmara besteht keine Infektionsgefahr.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

    Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Weitere Infektionskrankheiten

Insbesondere einige weitere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind aber bei Reisenden insgesamt selten (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber, Filariose). Insektenschutz beachten (s.o.).

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe auch Merkblatt Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist selbst in der Hauptstadt Asmara nur minimal. Nur in dem Orota Referral Hospital finden sich 9 Intensivbetten, im Halibet Hospital eine kleine Verbrennungsstation. Privatärztliche Behandlungen sind sehr eingeschränkt, im ganzen Land gibt es nur eine sehr geringe Anzahl an Fachärzten. Medikamente sind nur in ganz beschränkter Auswahl erhältlich.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
SchweizJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
TürkeiJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Deutschland und Österreich
Touristenvisum:
50 € (Einmalige Einreise für einen Aufenthalt von bis zu einem Monat).

Geschäftsvisum:
60 € (einmalige Einreise, bis 3 Monate gültig, Aufenthalt von bis zu einem Monat).
90 € (mehrmalige Einreise, 3 Monate gültig, Aufenthalt von bis zu einem Monat).

Schweiz
Touristenvisum:
70 CHF (Einfachvisum für einen Aufenthalt von bis zu einem Monat), Expressbearbeitung: 80 CHF.

Geschäftsvisum:
100 CHF, Expressbearbeitung: 115 CHF.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.

Gültigkeit

Touristenvisum und Geschäftsvisum: 3 Monate ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von 1 Monat.

Verlängerungsmöglichkeit auf bis zu 3 Monate besteht, Anträge an das Innenministerium in Asmara.

Transit

Transitreisende, die mit demselben Flugzeug innerhalb von 72 Stunden weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über bestätigte Weiterreisetickets verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) Antragsformular.
(b) Reisepass, der bei der Erteilung des Visums noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(c) 1 aktuelles Passfoto.
(d) Gebühr per Überweisung (von der Bank abgestempelte Durchschrift des Überweisungsbelegs).
(e) Rückreiseticket.
(f) Empfehlungs-/ Unbedenklichkeitsschreiben des lokalen Arbeitgebers bzw. der zuständigen staatlichen Stellen bzw. Behörden.
g) Ggf. Kopie des Aufenthaltstitels für Deutschland/Österreich/Schweiz.

 

Geschäftsvisum:
(h) Nachweis über die geplante Tätigkeit.
(i) Nachweis über die Tätigkeit im Heimatland.
(j) Nachweis über aktuelle Geschäftsbeziehungen zu evtl. einladenden Firmen/Institutionen in Eritrea.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Überweisungsbeleg beigefügt. Österreicher müssen zusätzlich 4,50 € Portogebühren beifügen.

Bearbeitungsdauer

Mindestens 30 Arbeitstage plus Postweg. Expressbearbeitung: 48 Stunden.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Aufenthaltsverlängerung

Touristenvisa können im Land beim Immigration Office noch zweimal gegen eine Gebühr von derzeit 60 US$ für jeweils einen Monat verlängert werden. Für Touristenvisa und für Geschäftsvisa kann die zuständige Behörde im Einzelfall eine Überschreitung der eigentlich zulässigen Höchstgültigkeitsdauer zulassen. Nach Ablauf der Gültigkeit kann das erteilte Geschäftsvisum nicht erneuert werden.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass (empfohlen).

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Kinder unter 15 Jahren sollen in Begleitung der Eltern oder einer sorgeberechtigten Person reisen. Reisen sie allein, müssen sie über eine Bescheinigung 'unaccompanied minor form' verfügen, aus der hervorgeht, dass sie von einer kompetenten Person oder Organisation bei Ankunft in Eritrea in Empfang genommen werden.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
Gelbfieber1
Cholera2
Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & PolioJa-
Malaria3-
Essen & Trinken

Übersicht

Die medizinische Versorgung in Eritrea ist mangelhaft. Es können lediglich einfache Krankheiten behandelt werden. Die vorhandenen Krankenhäuser sind sowohl von der Qualifikation des Personals als auch hinsichtlich Ausstattung und hygienischer Verhältnisse nicht empfehlenswert. Außerhalb von Asmara ist fast keine medizinische Behandlung möglich.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Apotheken gibt es in den größeren Städten.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die in Eritrea den Flughafen nicht verlassen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig für alle Regionen unter 2200 m erforderlich, in Asmara jedoch kein Risiko. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) herrscht vor. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung durch Medikamente.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Leitungswasser ist nicht als Trinkwasser geeignet (biologische und chemische Verunreinigungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte man darauf achten, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Auf sorgfältige Händehygiene ist zu achten.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Auf Schweinefleisch, rohe Salate und Mayonnaise sollte man verzichten. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in Teichen und Flüssen, v.a. im Gebiet des Tekeze bis Asmara vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher unbedingt vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Insbesondere in den Küstenregionen kommt es durch den Stich tagaktiver Stechmücken zur Übertragung von Dengue. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.

Hepatitis A und E sind weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Schutzimpfungen gegen Hepatitis A, gegen Hepatitis B bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen werden empfohlen.

Aufgrund der Höhenlage und der dünnen Luft im Hochland sollte eine Akklimatisierungszeit eingeplant werden. Wer an Herzkrankheiten oder unter hohem Blutdruck leidet, sollte vor der Abfahrt ärztlichen Rat einholen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können insbesondere während der Trockenzeit (Dezember-Mai) vorkommen. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Geld

Währung

Nakfa = 100 Cents. Währungskürzel: Nfa, ERN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5 und 1 Nakfa; Münzen in den Nennbeträgen 100 (=1Nakfa), 50, 25, 10, 5 und 1 (nur noch wenige im Umlauf) Cents.

Der Nakfa wurde 1997 eingeführt und löste somit den Äthiopischen Birr ab. Die erste eigene Währung Eritreas, die sowohl in Banknoten als auch in Münzen im Umlauf ist, wurde vom IWF und der Weltbank anerkannt und ist an den US$ gebunden.

Kreditkarten

Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Hotelrechnungen, Flugtickets und Fluggastgebühren müssen von ausländischen Reisenden meist in US-Dollar und in bar bezahlt werden.
 

Geldautomaten

Bargeldabhebung am Bankautomaten mit einer Kredit- und Debitkarten ist nicht möglich. Bargeld ist nur in Wechselstuben und in Banken erhältlich durch Umtausch von Devisen oder mittels Geldüberweisungen über Western Union.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Eritrea nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 08.00-11.00 und 14.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von konvertierbaren Fremdwährungen ist unbeschränkt und ab Beträgen, die den Gegenwert von 10.000 US$ übersteigen, deklarationspflichtig. 

Die Landeswährung darf nicht ausgeführt werden.

Geldwechsel

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar, die nur in Banken sowie in authorisierten Wechselstuben und Hotels umgetauscht werden sollten. Ein Rücktausch der Landeswährung ist nur bis zu einem Betrag von 3000 Nakfa möglich.

Währungen

ERN

USD

US$

Wechselkurse

EUR1 = ERN15.00
GBP1 = ERN15.00
USD1 = ERN15.00

Sprache

Überblick

Amts- und Verkehrssprachen sind Arabisch, Tigrinya und Englisch. Außerdem werden Afar, Bilen, Kunama, Nara, Saho und Tigre gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2019

  • 01 Jan Neujahr
  • 07 Jan Orthodoxer Weihnachtsferiertag
  • 19 Jan Orthodoxes Epiphanienfest
  • 10 Feb Fenkil-Gedenktag
  • 08 Mar Weltfrauentag
  • 29 Apr Orthodoxer Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 24 May Unabhängigkeitstag
  • 20 Jun Tag der Märtyrer
  • 01 Sep Tag der Revolution
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Eritrea eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten;
1 l alkoholische Getränke;
500 ml Parfüm.

Elektronische Geräte zum persönlichen Gebrauch müssen bei der Einreise deklariert und wieder ausgeführt werden. Der Deklarationsbeleg ist bei der Ausreise vorzulegen. Verbleiben die eingeführten Geräte in Eritrea, wird Zoll erhoben.

Kontaktadressen

Botschaft des Staates Eritrea

Konsulat ohne Visumerteilung in Wettingen.

(022) 740 49 40.

Rue de Vermont 9

CH-1211 Genève 20, C.P. 85

Switzerland

Botschaft des Staates Eritrea

Generalkonsulat in Frankfurt/M.

(auch für Österreich zuständig)

 

(030) 446 74 60.

http://www.botschaft-eritrea.de

http://www.botschaft-eritrea.de

Mo-Fr 08.00-12.30 und Do 14.00-17.00 Uhr.

Stavangerstraße 18

D-10439 Berlin

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Einheimische Geschäftsleute sprechen häufig Englisch oder Italienisch. Französischkenntnisse können ebenfalls nützlich sein. Visitenkarten sind nicht überall üblich. Die Monate Oktober bis Mai sind für Geschäftsreisen am günstigsten.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Do 07.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr, Fr 07.00-11.30 und 14.00-18.00 Uhr, private Geschäfte Sa 08.00-12.00 Uhr. Regionale Abweichungen möglich.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Eritrea
Stavangerstraße 18, D-10439 Berlin
Tel: (030) 44 67 46 17.

Eritrean Chamber of Commerce (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 856, Abiot Av. 46, Asmara
Tel: (01) 12 15 89.

Kommunikation

Telefon

Die Ländervorwahl von Eritrea ist 00291. Öffentliche Telefone findet man in den Hauptstraßen. In Asmara gibt es ein Fernmeldegebäude in der Nähe des Theaters. Von dort können problemlos Ferngespräche geführt werden. Alle größeren Städte sind an das Telefonnetz angeschlossen. Die nationale Telefongesellschaft heißt Telecommunications Service of Eritrea.

Mobiltelefon

GSM 900-Netz seit 2004. Netzbetreiber ist Eritel (Eritrea Telecommunications Services Corporation). Es bestehen keine Roaming-Verträge. Für den Erwerb einer SIM-Karte vor Ort benötigt man eine Aufenthaltserlaubnis für Eritrea.

Internet

Hauptinternetanbieter sind die eritreische Post- und Telekommunikationsgesellschaft, Tfanus Enterprises, EWAN Technical Solutions und Computer Technology Services (CTS). Internetzugang ist in den größeren Städten, u.a. in den vereinzelten Internetcafés vorhanden. Die Verbindungen sind häufig nicht stabil und es kann zu längeren Unterbrechungen kommen.

Post

Der internationale Postverkehr ist noch nicht mit allen Ländern wieder aufgenommen worden. Mit Verzögerungen muss gerechnet werden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Asmara

Die eritreische Hauptstadt Asmara war Ende des 19. Jahrhunderts nichts weiter als eine kleine Ansammlung von Dörfern. Die italienische Kolonialregierung verlegte 1897 den Regierungssitz von Massawa nach Asmara, das 2017 zur Weltkulturerbestätte der UNESCO erklärt wurde. Italienische Architektur prägt das Stadtbild, die imposante Kathedrale wurde 1922 im lombardischen Stil erbaut. Beim Bau der größten Moschee, Khulafa el Rashidin, wurde Marmor aus Carrara verwendet. Auf dem Markt ganz in der Nähe kann man Gold- und Silberschmuck erwerben. Der große Markt nördlich der Kathedrale ist auf jeden Fall einen Besuch wert: Obst und Gemüse, Gewürze, gebrauchte Möbel, Töpferwaren, Holzschnitzereien und Kleidung werden angeboten. Die National Avenue ist die Lebensader der Stadt. Der Gerichtshof, das Asmara-Theater (1918 errichtet), die Kathedrale, verschiedene Regierungsgebäude und das Rathaus befinden sich an der National Avenue. Die frühere Residenz (Ghibi) der Kolonialherren wird heute als Nationalmuseum genutzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Universität und der prächtige Mai-Jahjah-Brunnen. 

Massawa

Die Straße nach Massawa schlängelt sich durch eine reizvolle Landschaft. Der Weg führt an dem berühmten orthodoxen Kloster Debre Bizen vorbei. Massawa war schon im Altertum ein wichtiges Zentrum und ist heute der bedeutendste natürliche Tiefseehafen am Roten Meer. Die drei Stadtteile Batsa, Twalet und das Festland sind durch Dämme miteinander verbunden. Der Hafen und die Altstadt Batsa liegen auf der gleichnamigen Insel, die trotz der Kriegsschäden immer noch sehenswert ist. Die Architektur legt Zeugnis von der langen Kolonialherrschaft der Türken und Ägypter vom 15. bis 18. Jahrhundert ab. Die wichtigste Moschee Imam Hanbeli ist von den Zerstörungen weitgehend verschont geblieben. Die meisten Restaurants, Cafés und Bars der Stadt liegen in Batsa.  

Auf zum Strand

Der weiße Sandstrand in Gergussum, nördlich von Massawa, ist ideal zum Sonnenbaden. Assab in der südöstlichen Provinz Denkalia ist eine moderne Stadt mit schönen Stränden. 

Einkaufen

Überblick

Schöne Mitbringsel sind Gold- und Silberschmuck (nach Gewicht verkauft), Holzschnitzereien, Lederwaren, Speere, Trommeln, Teppiche und Korbwaren. Auf den Märkten kann man handeln, in den Geschäften sind die Preise zumeist festgesetzt. Öffnungszeiten der Geschäfte: In der Regel Mo-Sa 08.00-13.00 und 14.30-20.30 Uhr (regionale Unterschiede möglich).

Kulinarisches

Übersicht

In den Restaurants der großen Städte dominiert die italienische Küche. Massawa ist außerdem für Fischgerichte und Meeresfrüchte bekannt. Vor allem Krabben und Hummer stehen hier oft auf der Speisekarte. Einheimische Gerichte sind sehr scharf gewürzt. Getränke: Tee und Espresso trinkt man schwarz mit viel Zucker. In einigen Regionen wird Kaffee mit Ingwer oder schwarzem Pfeffer und Zucker serviert. Leckere Fruchtsäfte aus Banane, Mango und Papaya sind gute Durstlöscher.

Kultur

Religion

50% Christen (eritreisch-orthodoxe Kirche) und 50% Moslems.

Soziale Verhaltensregeln

Alltagskleidung ist i. Allg. angemessen; konservative Kleidung wird bevorzugt. Zwanglose private Einladungen werden gern ausgesprochen.

Trinkgeld: Die meisten Hotels und Restaurants setzen 10 % Bedienungsgeld auf die Rechnung. Ein Trinkgeld von 10 % wird nur in den Städten erwartet.

Klima

Beste Reisezeit

Zentrales Hochland: Gemäßigtes Klima. Höchsttemperaturen im Mai etwa 40°C. In den Monaten Dezember bis Februar können die Temperaturen auf den Gefrierpunkt sinken. Beste Reisezeit: September bis Februar. Generell starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Zwei Regenzeiten, eine kurze (März/April) und die eigentliche Regenzeit von Ende Juni bis Anfang September.

Nördliches Hochland: Wüstenhaftes Klima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.

Küstenregion: Temperatur von Juni bis August 25°-40°C. Dezember bis Februar zwischen 18° und 32°C. An der tropischen nördlichen Küste gibt es eine Regenzeit (Dez. - Febr.), an der südlichen Küste mit der trockenen Wüste Danakil-Wüste sind Niederschläge sehr selten. Beste Reisezeit: November bis März. 

Westliche Ebenen: Tropischer, fruchtbarer Süden mit einer Regenzeit von Dezember bis Februar und trockener Norden. Zwischen der Frühlings- und Sommermitte werden mit 40°C die heißesten Temperaturen im Jahr gemessen, der Dezember ist der kühlste Monat.
 

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Eritrean

Eritrean goatshed
© iStockphoto / Thinkstock

Baobab

Baobab tree used as a haystack, Eritrea
© iStockphoto / Thinkstock

Catholic

Catholic Cathedral, Asmara, Eritrea
© iStockphoto / Thinkstock

Landscape

Landscape on the road from Asmara to Keren, Eritrea
© iStockphoto / Thinkstock