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Zentralafrikanische Republik

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Zentralafrikanische Republik

Hauptstadt

Bangui.

Geographie

Die Zentralafrikanische Republik grenzt im Norden an den Tschad, im Osten an den Sudan, im Süden an den Kongo und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an Kamerun. Das riesige Land im Herzen Afrikas hat keinen Zugang zum Meer und besteht größtenteils aus Wäldern, Savanne und Tierschutzgebieten. An der Grenze nach Kamerun, im Nordwesten, westlich von Bocaranga, steigt das Land bis auf 2000 m an. Im Südwesten liegt dichter tropischer Regenwald. Der Großteil des Landes besteht aus sanftem Hügelland und einem flachen Plateau mit trockenen Laubwäldern, die zum Teil durch Buschfeuer zerstört oder durch Abholzung in Savanne verwandelt worden sind. Im Nordosten geht die Landschaft in stellenweise recht gebirgige Einöde und Wüste über.

Regierung

Republik seit 2004. Präsidialrepublik von 1986 bis 2004. Alte Verfassung von 1995. Neue Verfassung von 2004. Parlament (Nationalversammlung) mit 109 Mitgliedern. Einführung des allgemeinen Wahlrechts, seit 1995 in Kraft. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Faustin Archange Touadéra, seit März 2016.

Regierungschef

Firmin Ngrébada, seit Februar 2019. 

Elektrizität

220/380 V, 50 Hz. Strom nur in größeren Orten.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Übersicht

Das öffentliche Antlitz der Zentralafrikanischen Republik ist durch politische Unberechenbarkeit und eine wilde Natur gekennzeichnet. Es ist ein Land der instabilen Regierungen und der grausamen Harmattan-Winde.

Das private Gesicht des afrikanischen Staats ist jedoch viel milder und bietet Besuchern Savanne, Wälder, Wasserfälle und prächtige Nationalparks, in denen zahlreiche Tiere leben, darunter Flachlandgorillas und Waldelefanten.

Das Leben in der Zentralafrikanischen Republik ist eine aufregende Mischung aus Kunst, Kunstgewerbe und kultureller Vielfalt, denn hier sind mehr als 80 ethnische Gruppen zu Hause. Obwohl die Hauptstadt Bangui den Ruf hat gefährlich zu sein, ist sie ein freundlicher und einladender Ort.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die Fluggesellschaften Air France (AF) (Internet: www.airfrance.com), Benin Golf Air sowie Sudan Airways (Internet: www.sudanair.com) fliegen die Zentralafrikanische Republik an.

Ausreisegebühr

2000 CFA Fr.

Anreise mit dem Pkw

Die Straßen von Yaoundé (Kamerun) und N'Djaména (Tschad) sind bei jedem Wetter befahrbar, zusätzlich gibt es weitere Verbindungsstraßen zur Dem. Rep. Kongo. Bei Anreise über die Dem. Rep. Kongo muss man den Ubangi mit der Fähre überqueren (s. o.).

Aufgrund der instabilen politischen Lage in der Zentralafrikanischen Republik und einigen der Nachbarländer empfiehlt es sich, vor Abreise bei der Botschaft Informationen über die aktuelle Situation einzuholen.

Anreise mit dem Schiff

Schiffe der Fährunternehmen ACCF (Tel: 610 967) und SOCATRAF (Tel: 236 614 315) verkehren auf dem Ubangi und verbinden Bangui mit Kongo und der Dem. Rep. Kongo. Die Einreise per Boot aus Kongo ist angenehm und interessant. Allerdings geht es recht langsam voran, und der Fahrplan wird nicht immer eingehalten. Es ist schwierig, Auskünfte über die Fahrpreise zu erhalten; theoretisch findet die Fahrt alle zwei Wochen statt. Am besten ist es, alles Nötige in Brazzaville (Kongo) zu arrangieren.

Außerdem verkehren Fahrgast-/Autofähren zwischen Bangui und Zongo (Dem. Rep. Kongo); eine weitere Fähre überquert den Ubangi und verbindet Bangassou mit Ndu. Die Fahrpreise sind niedrig, man sollte jedoch mit Pannen und Verspätungen rechnen.

Boote können ebenfalls gemietet werden, mitunter zu hohen Preisen. An Wochenenden sind die betreffenden Grenzübergänge der Dem. Rep. Kongo geschlossen, Ein- und Ausreise auf dem Wasserweg sind dann nicht möglich.

Bei politischen Unruhen, die immer wieder auftreten, findet der Schiffsverkehr, wenn überhaupt, sehr unregelmäßig statt.

Vor Ort unterwegs

Warnung

Eine beglaubigte Kopie des Reisepasses ist immer mitzuführen, da ansonsten Festnahme durch die Polizei droht. In den Randgebieten von Bangui muss mit bewaffneten Überfällen von kriminellen Banden gerechnet werden.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Charter-Flugverkehr mit Minair (Tel: 611 963 oder 612 238) und BADICA (Tel: 613 726) u.a. zwischen Bangui und Berbérati.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die wenigen größeren Ortschaften des Landes werden durch gute Straßen miteinander verbunden; viele sind während der Regenzeit unpassierbar und mit Verspätungen muss gerechnet werden. Nur wenige Straßen sind asphaltiert und auf den meisten Strecken ist Allradantrieb erforderlich. Außerhalb der Stadtgebiete gibt es nur wenige Fahrzeuge, und Ersatzteile haben Seltenheitswert. Jeder Autofahrer sollte mehrere Benzinkanister mitführen, Tankstellen außerhalb der Stadtgebiete werden nur sehr unregelmäßig beliefert.

Bus:
Preiswerte Linienbusse verkehren zwischen den Städten, die Fahrt kann allerdings anstrengend sein. Gegen Bezahlung wird man auch von LKW-Fahrern mitgenommen, die zu allen größeren Städten fahren.

Mietwagen:
Fahrzeuge mit und ohne Chauffeur können von der örtlichen Hertz-Agentur (Location Solo Hertz) und einheimischen Firmen gemietet werden.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Bangui hat ein kleines Busnetz mit zwei Fahrpreiszonen, Taxis gibt es nur in Stadtgebieten. Der Fahrpreis muss vor Reiseantritt ausgehandelt werden, es gibt keine Taxameter.

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verbinden Bangui mit mehreren Städten am Ubangi, Kongo und am Sangha.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 25 Oct 2019 14:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 25 Oct 2019 14:16:08 +0100)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
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Letzte Änderungen:
Neustrukturierung
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Sicherheit - Reisewarnung

Vor Reisen in die Zentralafrikanische Republik wird gewarnt.

Terrorismus

Terroristische Anschläge können im ganzen Land vorkommen, der Zugang zu Waffen ist gegeben.
In der Präfektur Haut-Mbomou im Südosten des Landes verüben Teile der Widerstandsarmee des Herrn (LRA) weiterhin Anschläge und Entführungen.

Innenpolitische Lage

Es gibt im gesamten Land andauernd sehr hoher Sicherheitsrisiken und wieder aufflammende Kampfhandlungen. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im Februar 2019 sind in allen Landesteilen jederzeit bewaffnete Auseinandersetzungen möglich.

Es kann landesweit zudem zu Protesten und Demonstrationen und in deren Folge zu gewaltsamen Ausschreitungen sowie Verkehrsbehinderungen kommen. Militärische Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Gruppierungen sind jederzeit möglich.
In der Hauptstadt Bangui ist die Sicherheitslage etwas besser als im Rest des Landes, jedoch führten auch dort 2018 Gewaltakte zu Todesopfern und Verletzten.
Es kommt wiederholt zur Verhängung von Ausgangssperren.

  • Sollten Sie sich trotz Reisewarnung vor Ort aufhalten müssen, seien Sie besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie unbedingt den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und beachten Sie eventuelle Ausgangssperren.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Im gesamten Land besteht die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität in Form von Entführungen, Plünderungen und Straßenüberfällen sowie von militärischen Handlungen und Schießereien zu werden. Nach Übergriffen schließt die Republik Kamerun regelmäßig vorübergehend Grenzübergänge.

Auch in der Hauptstadt Bangui besteht trotz einer allgemeinen Befriedung der Lage in der Stadt weiterhin die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität wie Entführungen, Plünderungen, Einbrüchen und Überfällen zu werden.
Im Stadtkern von Bangui sind Übernachtungen und Aufenthalte zwar möglich, jedoch endet der Schutz durch staatliche Sicherheitskräfte bereits in den Außenbezirken von Bangui.

  • Halten Sie sich nicht außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums von Bangui auf und meiden Sie den Besuch von Märkten.
  • Verlassen Sie bei Dunkelheit nicht die Wohnung.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie, wenn vor Ort möglich, bargeldlose Zahlungen, und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen auf Flughäfen, Märkten und auf belebten Straßen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Die Zentralafrikanische Republik ist von Naturkatastrophen bisher nicht betroffen.

Während der Regenzeit von Mai bis Oktober bzw. im Norden von Juni bis September kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen und Straßen und Wege, aber auch Fundamente und Erdreich kann aufweichen. Wasserläufe können rasch anschwellen.

Die Trockenzeit dauert von Dezember bis April, insbesondere zwischen Februar und Mai kann es zu großer Hitze im Norden kommen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden und hören Sie auf Hinweise von Einheimischen bezüglich Verhaltensweisen in Waldgebieten und an Wasserläufen.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung

In Bangui gibt es keine deutsche Botschaft mehr. Das Verbindungsbüro der deutschen Botschaft Jaunde in Bangui ist erreichbar unter Tel.: +236 21 61 73 33, Mobil: +236 75 50 12 55 oder +236 75 50 12 69, E-Mail: bdb_acc_bg@yahoo.fr.
Die zuständige berufskonsularische Vertretung für die Zentralafrikanische Republik ist die deutsche Botschaft in Jaunde, Kamerun.
Deutsche Staatsangehörige, die Hilfe benötigen, können sich in Notfällen an die französische Botschaft in Bangui wenden (Tel. +236 21 61 30 00, Mobil: +236 75 04 15 26 oder +236 70 02 86 95).

Die Zentralafrikanische Republik hat keine Auslandsvertretung in Deutschland. Zuständige Vertretung ist die zentralafrikanische Botschaft in Paris.

Infrastruktur/Verkehr

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist äußerst niedrig. Die Versorgungslage ist sehr schlecht. Das Land ist fast völlig auf internationale Hilfe angewiesen.

In der Hauptstadt Bangui gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Langanhaltende Ausfälle von Strom- und Wasserversorgung sind an der Tagesordnung. Versorgung und Unterbringung im Landesinneren sind aufgrund der Armut, der schlechten Versorgungslage und der fehlenden Infrastruktur sehr beschränkt. Einzig Missionsstationen und Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz oder Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), die im Vorfeld informiert werden müssen, bieten einfache Unterkunft.

Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.

Reisen sind in der gesamten Zentralafrikanischen Republik mit erheblichen Risiken verbunden.

Am wichtigsten Grenzübergang in die Republik Kamerun, bei Garoua-Boulaï, kann es zu Blockaden kommen. Die als Hauptverkehrsachse geltende Strecke Garoua - Boulaï – Bangui ist nur im Konvoi, gegen Bezahlung mit einer Begleitung durch die VN/MINUSCA oder die zentralafrikanische Armee, mit einigermaßen kalkulierbarem Risiko befahrbar.

Der sogenannte Pantherhügel (la Colline aux Panthères) in Bangui ist militärisches Sperrgebiet und darf nicht ohne Genehmigung betreten werden.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Homosexualität ist mit Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren und Zahlung einer Geldstrafe von 600.000,- F.CFA (ca. 1.000,- Euro) belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch in Einzelfällen bei Anzeigen von Einheimischen bestraft.

Strafrecht

Zum Fotografieren und Filmen bedarf man einer Genehmigung durch das Informationsministerium. Bevor man Menschen fotografiert, sollte man ihr Einverständnis einholen. In der Hauptstadt ist insbesondere das Fotografieren des Präsidentenpalastes, der Residenz des Präsidenten samt dessen Umgebung, des Flughafens und aller öffentlichen Gebäude strikt verboten.

Der Besitz von Drogen und deren Einnahme ist verboten.

Eine Einreise ohne Visum sowie der Aufenthalt mit einer abgelaufenen Einreisegenehmigung kann zur Verhaftung führen, wobei die Dauer der Haft nicht absehbar ist; danach kommt es zur Abschiebung. Auch hohe Geldstrafen können verhängt werden. Nach Ablauf der Einreisegenehmigung bzw. des Visums, ohne eine rechtzeitige Verlängerung, wird in der Regel eine Strafe von 200.000 FCFA (ca.300 €) verhängt.

Die Verkehrsvorschriften sollten strikt eingehalten werden, da bei Verstoß hohe Geldbußen bzw. Entzug der Fahrzeugpapiere und des Führerscheins drohen. Ein ausländischer Führerschein muss, bei einem Aufenthalt von über sechs Monaten, in einen nationalen Führerschein des Gastlandes umgetauscht werden.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der CFA-Franc (Äquatorial XAF). Kreditkarten werden nur selten akzeptiert, auch gibt es kaum Geldautomaten für internationale Bank- oder Kreditkarten. Die Mitnahme von Bargeld in Euro ist empfehlenswert.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Visaerteilung noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor Einreise bei der für Deutschland zuständigen zentralafrikanischen Botschaft in Paris beantragt werden muss.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Fremd- und Landeswährung können unbeschränkt eingeführt werden, müssen aber ab einem Wert von 25.000 CFA Franc deklariert werden. Die Ausfuhr von Fremdwährung ist auf den bei Einreise deklarierten Betrag begrenzt.

Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen ist verboten, Jagdwaffen müssen deklariert werden, jedoch kann eine Genehmigung für die Einfuhr vor der Einreise beantragt werden. Daher sollten Jagdaufenthalte über eine der zahlreichen Safarigesellschaften organisiert werden, die die Formalitäten erledigen können.

Die Einfuhr von Nahrungsmitteln ist an Restriktionen gebunden. Die Ausfuhr von Naturprodukten (Holz, Pflanzen, Tierhäute, Knochen o.a.) ist, auch in verarbeiteter Form, über das Forstministerium genehmigungspflichtig.

Die Einfuhr eines Fahrzeugs muss deklariert werden (Laissez-Passer). Anzuraten ist die Beschaffung eines internationalen „Carnet de Passage" (erhältlich über den ADAC oder den AvD). Damit muss kein Zoll bezahlt werden; die Ausfuhr des Fahrzeugs ist dann verbindlich.

Heimtiere

Die Einfuhr von Heimtieren ist nur über den internationalen Flughafen von Bangui M'Poko möglich. Die Einfuhrbestimmungen verlangen nicht zwingend, dass das Tier mit einem Mikrochip versehen wurde, dies wird jedoch zur Identifikation empfohlen. Hunde, Katzen und Frettchen benötigen eine Tollwutimpfung, die mindestens 14 Tage vor Einreise erfolgen muss, sie darf jedoch nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
Für alle Tiere muss ein tierärztliches Gesundheitszeugnis in französischer Sprache mitgeführt werden, nachdem das Tier keine Anzeichen von Erkrankungen aufweist und bei Hunden, Katzen und Frettchen aus einem tollwutfreien Bezirk stammt.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird für alle Reisenden ab dem Alter von neun Monaten bei Einreise gefordert und ist auch medizinisch sinnvoll. Es kommt immer wieder zu Gelbfieberausbrüchen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Polio, Tollwut und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ein ganzjähriges hohes Infektionsrisiko, auch in der Hauptstadt Bangui, vorrangig für die gefährliche Malaria tropica, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera ist endemisch, Ausbrüche werden immer wieder beobachtet.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe auch Merkblatt Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die afrikanische Schlafkrankheit ist endemisch, insbesondere im Norden der Zentralafrikanischen Republik. Jährlich werden mehrere hundert Fälle diagnostiziert. Von einer hohen Dunkelziffer im gesamten Grenzgebiet zu Tschad und Sudan ist auszugehen.
Die afrikanische Schlafkrankheit kann durch große tagaktive Fliegen (TseTse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden.

  • Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist landesweit völlig unzureichend. In der Hauptstadt gibt es Privatkliniken, die insgesamt einen etwas besseren Standard bieten, allerdings ebenfalls mit Versorgungsproblemen kämpfen;  die Gesundheitsstation der französischen Botschaft kann eventuell eine Notversorgung durchführen. Die staatlichen Krankenhäuser sind fast nicht funktionsfähig. Französische Medikamente sind begrenzt in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt. Für jede ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Antragsteller aus Deutschland und Österreich bei der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Paris:

75 € (einmalige Einreise, bis 1 Monat);
185 € (mehrmalige Einreise, bis 3 Monate);

Transitvisum: 65 € (einmalige Durchreise).
Expressbearbeitung: + 10 €.

Antragsteller aus der Schweiz bei der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Genf:

120 CHF (einmalige Einreise, Aufenthalt bis 60 Tage)

270 CHF (Aufenthalt bis 90 Tage);

370 CHF (Aufenthalt bis 180 Tage).

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisa sind für max. 3 Monate gültig.
Eine Ein- und Ausreisegenehmigung ist erforderlich, sie wird von den Einreisebehörden in Bangui ausgestellt.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem selben Flugzeug weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass mit mindestens drei freien Seiten.
(d) Hin- und Rückflugticket.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(f) Gebühren (bei Antragstellung in bar oder per Verrechnungsscheck).
(g) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.

(h) Einladung oder anderer Nachweis zum Zweck des Aufenthalts.

(h) Arbeitsaufenthalte: ein von den zentralafrikanischen Behörden genehmigter Arbeitsvertrag.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 2 Wochen, Expressbearbeitung möglich.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Soll der Aufenthalt mehr als 3 Monate dauern, müssen sich Reisende innerhalb von 4 Wochen bei der Polizeidienststelle anmelden.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass. Ein eigener Reisepass für Kinder wird empfohlen, insbesondere bei längeren Aufenthalten.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Ausreisegenehmigung

Ausländer, die sich länger als 3 Monate im Land aufgehalten haben, benötigen eine von der Polizei ausgestellte Ausreisegenehmigung. Dies gilt nicht für Staatsangehörige der visumfreien afrikanischen Länder.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Malaria3-
Essen & Trinken4-
Cholera2
Typhus & PolioJa-
Gelbfieber1Ja

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. In der Hauptstadt gibt es zwei Privatkliniken, die eine Notversorgung durchführen können. Für ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten.

Französische Medikamente sind grundsätzlich in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt.

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, einschließlich einer Rückholversicherung, ist daher absolut notwendig.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Auch Transitpassagiere benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da die Zentralafrikanische Republik als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gilt.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, besonders in der Präfektur Ouaka. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig, besonders in der Regenzeit von Mai bis September, in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll gegen Chloroquin resistent sein.

[4]
Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser in der Hauptstadt und in großen Provinzstädten (Bambari, Bangassou, Berberati, Bossangoa, Bouar, Bozoum, Carnot, Ndélé) ist nach Verwendung eines Filters unbedenklich. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Hepatitis E kommt vor allem in Bangui und Umgebung vor und ist besonders für Schwangere gefährlich.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Mückenstich übertragbare Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem im Norden während der Trockenzeit von Dezember bis Mai vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in der Zentralafrikanischen Republik. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

Kreditkarten werden selten und nur in wenigen größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Bankkarten

 

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann nur an wenigen Geldautomaten Geld abgehoben werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Zentralafrikanischen Republik nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30-11.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung, deren Ausfuhr nur bis 50.000 CFA Fr.
Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 25.000 CFA Fr. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Geldwechsel

In Banken in Bangui und Berbérati möglich. Zum Teil kann auch mit US-Dollar in bar bezahlt werden. Der Rücktausch ist mit hohen Verlusten verbunden.

Währungen

XOF

EUR

Wechselkurse

EUR1 = XOF655.96
GBP1 = XOF655.96
USD1 = XOF655.96

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch; Sangho ist Lingua Franca und Nationalsprache. Ubangi-Sprachen und Fulani dienen als Umgangssprachen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2019

  • 01 Jan Neujahr
  • 22 Apr Ostermontag
  • 13 Aug Unabhängigkeitstag
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 01 Nov Allerheiligen
  • 01 Dec Nationaler Feiertag
  • 25 Dec Weihnachten

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Zentralafrikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

1000 Zigaretten/Zigarillos oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak (Frauen dürfen nur Zigaretten einführen);
5 Flaschen alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Kontaktadressen

Botschaft der Zentralafrikanischen Republik

(auch für Österreich zuständig)

(+41) (022) 788 88 83/84.

http://www.missioncentrafrique.ch/index.php

http://www.missioncentrafrique.ch/index.php

Chemin de Taverney 9

CH-1218 Le Grand-Saconnex / Genf

Switzerland

Botschaft der Zentralafrikanischen Republik

(auch für Deutschland zuständig)

(+33) (01) 45 25 39 74.

https://www.ambarca-paris.org/

https://www.ambarca-paris.org/

30 Rue de Perchamps

F-75016 Paris

France

Wirtschaft

Geschäftsetikette

In größeren Hotels stehen mitunter Übersetzer und Dolmetscher zur Verfügung, französische Sprachkenntnisse sind notwendig. Visitenkarten sollten auch auf Französisch beschriftet sein. Die Zeit von November bis Mai ist für Geschäftsreisen am besten geeignet.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Chambre de Commerce de la République Centrafricaine
PO Box 252, Bangui

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist Telecel Centrafrique (Internet: www.telecel.com) und Nationlink Telecom RCA (Internet: http://nationlinks.info). Das Mobilfunknetz beschränkt sich auf die Hauptstadt Bangui.

Internet

Internetanbieter sind Socatel (Internet: www.socatel.intnet.cf), Fateb und Bangui 2000.

Post

In jeder Präfektur gibt es ein Postamt, Post- und Fernmeldewesen befinden sich jedoch noch im Entwicklungsstadium, und das örtliche Postwesen ist sehr unzuverlässig. Luftpostsendungen nach Europa sind ca. eine Woche unterwegs, mitunter erheblich länger. Postlagernde Sendungen können nur nach Bangui geschickt werden. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-11.30 und 14.30-16.30 Uhr, Briefmarkenverkauf: Sa 14.30-18.30 Uhr und So 08.00-11.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Safaris

Die Mehrzahl der Nationalparks liegt im äußersten Norden des Landes, in der Nähe der Grenzen zum Tschad und zum Sudan. Sie sind nur während der Trockenzeit von Birao aus mit Geländewagen erreichbar. Der Tierreichtum ist beeindruckend, obwohl skrupellose Wilddiebe und Trophäenjäger die Bestände erheblich dezimiert haben. Da es keine Unterkünfte gibt, müssen Schlafsack und Lebensmittel mitgebracht werden. Am besten organisiert man die Touren direkt im Land; man sollte aber genug Zeit für die Planung veranschlagen.

Bangui

Die Stadt ruht auf Felsboden inmitten tropischer Vegetation. Das Stadtbild wird
von modernen Gebäuden und Mangoalleen geprägt. 5 km westlich der Innenstadt an
der Kreuzung Avenue Boganda/Avenue Koudougou liegt das afrikanische Viertel
Kilometre Cinq. Hier befinden sich der größte Markt der Stadt sowie Bars
und Diskotheken. Auf dem geschäftigen Markt im Zentrum in der Nähe des Place
de la République
wird Malachitschmuck verkauft. Das Boganda-Museum,
die Schule für Kunst und Handwerk, die Kathedrale, das Haussa-Viertel und
die Saint-Paul-Mission sind einen Besuch wert. Die Grande Corniche
führt zu den Ufern des Ubangi, dort eröffnet sich eine malerische Aussicht auf
die Rundhütten und die Boote der Fischer.

Außerhalb von Bangui

Im Waldgebiet Lobaye und in der Nähe von M'Baiki, ca. 100 km südwestlich der Hauptstadt, leben Pygmäen in kleinen Lianenhütten. Am Waldrand gibt es überall Kaffeeplantagen. Das Dorf Boali und die gleichnamigen Wasserfälle ganz in der Nähe sind ein lohnendes Ausflugsziel (90 km nordwestlich von Bangui). Die Wasserfälle sind 250 m breit und 50 m hoch, und der Ausblick vom Restaurant, das am oberen Ende liegt, ist atemberaubend. Die mächtigen Kembe-Fälle westlich von Bangassou sind ebenfalls sehenswert.
In Bouar im Osten des Landes gibt es Grabstätten, deren hoch aufragende Megalithen (Tanjunu) einige tausend Jahre alt sein sollen.

Einkaufen

Überblick

Goldschmuck und Ebenholzschnitzereien. Handgefertigte Gegenstände kann man in den Dörfern außerhalb der großen Ortschaften meist durch Tauschgeschäfte bekommen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr. Alle Geschäfte sind sonntags, einige auch montags geschlossen. Der Markt in Bangui öffnet um 07.30 Uhr und schließt bei Einbruch der Dunkelheit.

Nachtleben

Einleitung

Die teuren Nachtklubs der wenigen Hotels in Bangui sind für Touristen und Geschäftsleute gedacht. Das einheimische Nachtleben konzentriert sich auf den Bezirk Kilometre Cinq (s. Urlaubsorte & Ausflüge).

Kulinarisches

Übersicht

Europäische Gerichte erhält man nur in Bangui. Fast alle Hotels haben gute Restaurants, aber auch die anderen Restaurants sind durchaus empfehlenswert. In kleinen Dörfern kann man Lebensmittel durch Tauschgeschäfte erstehen. Getränke: In Bangui gibt es Bars. In Gebieten mit islamischer Bevölkerung empfiehlt sich Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken.

Unterkunft

Hotels

In Bangui haben einen hohen Standard, einige sind sehr exklusiv und teuer. Die besseren Hotels bieten Klimaanlagen und Swimmingpools. Vorausbuchung empfohlen. Außerhalb von Bangui sind gute Unterkünfte schwer zu finden; in den Kleinstädten Bangassou, Bambari und Bossangoa gibt es Pensionen.

Camping

Wird im Centre d'Accueil des Touristes am Kilometre Cinq angeboten. Die notwendigen Ausrüstungen und Lebensmittel sollten mitgebracht werden.

Kultur

Religion

35 % Anhänger von Naturreligionen, 50 % Christen, 15 % Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Freizeitkleidung wird akzeptiert; in islamischen Gegenden sollte man die herrschenden Sitten und Gebräuche beachten. Es gilt als unhöflich, beim Sitzen die Fußsohlen zu zeigen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Vor allem während des Fastenmonats Ramadan sollte man in überwiegend islamischen Gegenden in der Öffentlichkeit weder Alkohol trinken noch rauchen. Fotografieren: Filme sind teuer und sollten in Europa entwickelt werden. Militärische Einrichtungen und öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Man sollte grundsätzlich um Erlaubnis fragen, bevor man Einheimische fotografiert. Trinkgeld: 10% sind für alle Dienstleistungen üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Ganzjährig heiß mit ausgeprägter Trockenzeit. Im Süden treten von Mai bis Oktober Monsunregen auf.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Aerial

Aerial view of a village, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Elephants

Elephants in the Dznaga Sangha reserve, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Chameleon,

Chameleon, Paoua, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Darfur

Darfur refugees Sam Ouandja, Central African Republic
© Creative Commons / hdptcar