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Guyana

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Kooperative Republik Guyana.

Hauptstadt

Georgetown.

Geographie

Guyana liegt im Nordosten Südamerikas und grenzt im Nordwesten an Venezuela, im Osten an Suriname und im Süden und Südwesten an Brasilien. Im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche Grenze. »Guiana« (ursprüngliche Schreibweise) bedeutet »Land der vielen Wasser«; der Name ist treffend, da das Land von über 1600 km schiffbaren Wasserwegen durchzogen ist. Die Kaieteur-Wasserfälle am Potaro-Fluss sind fünfmal so hoch wie die Niagara-Fälle. Das Landesinnere besteht aus Hochländern wie dem Rupununi-Gebirge an der venezolanischen Grenze oder dem Kanaku-Gebirge im äußersten Südwesten und dichtem Regenwald, der 85% des Landes bedeckt. Am schmalen, 322 km langen Küstenstrich werden Reis und Zucker angebaut. Hier lebt die Mehrheit der Bevölkerung; etwa 25% der Bevölkerung lebt in Georgetown.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1980. Verfassung von 1980. Einkammerparlament (National Assembly) mit 68 Mitgliedern, davon werden 65 direkt gewählt, Wahl alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1966 (ehemalige britische Kolonie).

Staatsoberhaupt

David Granger, seit Mai 2015.

Regierungschef

Samuel A. Hinds, seit 1999.

Elektrizität

110 V und 220 V, 50 und 60 Hz.

Zeitzone

Guyana Time: MEZ -5

Übersicht

Die Attraktionen Guyanas reichen von Häusern, die in der Hauptstadt Georgetown im 19. Jahrhundert auf Stelzen gebaut wurden bis hin zu den Erfurcht gebietenden Kaieteur Falls am Potaro-Fluss – Wasserfällen, die fünfmal so hoch wie die nordamerikanischen Niagarafälle sind. Guyanas Mischung aus Dschungel, Stränden, Savanne und Flüssen ziehen vor allem Abenteuer-Touristen an, die hier campen, wandern und fischen wollen und mit ganz viel Glück einen Jaguar zu Gesicht bekommen.
Die ersten Europäer, die hier im Jahr 1616 landeten, waren die Niederländer, die ihre Macht bis zum Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten. Während der napoleonischen Kriege wechselten die Niederländer, Briten und Franzosen mehrmals die Macht über Guyana. Am Ende, nach dem Sieg über Napoleon 1815, behielt Großbritannien die Oberhand und Guyana wurde zu Britisch-Guyana, ein Status, den es bis zu seiner Unabhängigkeit 1996 beibehielt.
Nach der Abschaffung der Sklaverei importierten Plantagenbesitzer Arbeiter aus Indien, die noch heute die größte ethnische Gruppe in Guyana sind. Die meisten leben in landwirtschaftlich geprägten Gegenden, besonders um Demerara. Andere Einwanderer kamen aus den Amerikas, Europa (vor allem aus Portugal, Großbritannien und den Niederlanden) und aus China.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Air France (AF) fliegt täglich von Paris nach Cayenne (Französisch-Guyana), von wo aus es Anschlussflüge nach Guyana gibt. American Airlines (AA) fliegt ab dem 18. Dezember 2019 ab Miami und New York nach Guyana.

Ausreisegebühr

4500 G$, Kinder unter 7 Jahren und Transitpassagiere (innerhalb 48 Std.) sind davon befreit.

Anreise mit dem Pkw

Für den internationalen Verkehr steht gegenwärtig nur eine Straße von Georgetown über Kurupukari und Lethem nach Brasilien zur Verfügung, Fahrzeug mit Allradantrieb erforderlich (Fahrzeit mind. 12 Std.). Durch eine Verbesserung des Straßenzustandes können Straßen nun auch während der Regenzeit befahren werden (Vorsicht vor Schlaglöchern).

Busse verkehren zwischen Boa Vista in Brasilien und Lethem. Es herrschen politische Unstimmigkeiten über den Grenzverlauf zu Suriname und Venezuela, die im Moment jedoch nicht akut sind. Reisende sollten sich dieser Probleme trotzdem bewusst sein.

Anreise mit der Bahn

Es gibt keine Passagierzüge.

Anreise mit dem Schiff

Zahlreiche Schoner verkehren zwischen den Karibikinseln und Guyana, aber man sollte sich nicht auf die Fahrpläne verlassen. Einzelheiten vor Ort. Schiffe der Demerara Shipping Company laufen Georgetown wöchentlich von europäischen Häfen aus an. Celebrity Cruise Line und Royal Caribbean Cruise Line u.a. laufen Guyana im Rahmen von Kreuzfahrten an. Seitdem sich die Beziehungen zu Suriname verbessert haben, gibt es eine Fährverbindung über den Courantyne-Fluss zwischen beiden Ländern (man sollte nur die Fähre benutzen - Wassertaxis sind für Touristen illegal).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist das einzige zuverlässige Verkehrsmittel im Inlandsverkehr. Verschiedene Fluglinien und Charterfluggesellschaften bieten Flüge an. Weitere Informationen vor Ort.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Allwetterstraßen sind überwiegend an der Ostküste zu finden, es gibt jedoch auch Straßen ins Landesinnere bis nach Linden und zur brasilianischen Grenze. Eine Brücke zwischen den beiden Ländern befindet sich im Bau. Eine verhältnismäßig gute Küstenstraße verbindet Georgetown mit Springlands. Da Guyana viele Flüsse hat, ist man schon wenige Kilometer außerhalb von Georgetown auf Fähren angewiesen.Wegen schlechter Straßenverhältnisse und streunender Tiere wird zu Vorsicht geraten. Linksverkehr.

Bus:
Georgetowns Stabroek-Markt ist der Busbahnhof für Minibusse. Die Busse fahren unregelmäßig zwischen 05.00 und 21.00 Uhr, in Georgetown jedoch nachts auch durchgehend, und sind oft überfüllt. Von Vreed en Hoop nach Parika setzt man mit der Fähre über den Río Demerara nach Georgetown über, von New Amsterdam nach Crabwood Creek überquert man den Río Berbice.

Taxis
sind ausreichend vorhanden und ganz besonders nachts empfehlenswert. Innerhalb der Städte gilt Einheitstarif. Für Langstrecken und Nachtfahrten wird ein Zuschlag erhoben, der Fahrpreis sollte vorher vereinbart werden. Üblich sind 10 % Trinkgeld für Taxis. Man sollte nur Taxis von etablierten Firmen nutzen. Taxis auf der Straße heranzuwinken, ist nicht empfehlenswert.

Mietwagen
sind in Georgetown in beschränktem Umfang erhältlich. Es gibt auch Leihautos mit Chauffeur.

Unterlagen:
Internationaler oder eigener Führerschein.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Es gibt keinen Personenzugverkehr.

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt über 1000 km schiffbare Wasserwege, die wichtigsten sind der Río Essequibo, der Río Potaro, der Río Demerara und der Río Berbice. Staatliche Schiffe verkehren auf den Flüssen Río Essequibo und Río Berbice; die Verbindungen sind jedoch unregelmäßig, da Überschwemmungen und Stromschnellen den Schiffsverkehr häufig behindern. Von Georgetown laufen Küstenfähren mehrere Häfen im Norden an. Kleinere Boote verkehren zwischen anderen Ortschaften.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 04 Oct 2019 11:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Fri, 04 Oct 2019 15:08:44 +0200)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
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Letzte Änderungen:
Neustrukturierung
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Es kann zu insbesondere im Hinblick auf Wahlen zu politischen Kundgebungen, Protesten und Demonstrationen kommen. Diese können zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden führen.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie politische Versammlungen und Demonstrationen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Gewaltkriminalität ist weit verbreitet und führte vor allem in Georgtown, auf der Straße nach New Amsterdam, entlang der „Eastcoast of Demerara", in der Gegend von Buxton, Friendship und Annandale sowie auf der Strecke zwischen Timehri (internationaler Flughafen) und Linden der Vergangenheit zu Fällen von „Car Jacking", bewaffneten Raubüberfällen und Schießereien mit oft tödlichem Ausgang.

Auch Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub sowie Autoeinbrüche kommen regelmäßig vor.

Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie in der Ostkaribik kommen sporadisch vor, auch wenn vor Guyana bisher hauptsächlich Fischerboote betroffen sind.

  • Lassen Sie größtmögliche Vorsicht walten bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln, bzw. Parks größerer Städte oder Siedlungen und vermeiden sie unter allen Umständen nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs zu sein.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Busbahnhöfen, auf Märkten, öffentlichen Verkehrsmitteln und Bars besonders aufmerksam und verzichten Sie auf Schmuck oder andere Wertsachen.
  • Seien sie aufmerksam, dass niemand Ihnen nach dem Abheben von Bargeld auf einer Bank folgt.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld mit.
  • Halten Sie Autotüren während der Fahrt immer versperrt und die Fenster geschlossen.
  • Nutzen Sie möglichst nur Hauptstraßen und keine Nebenstraßen.
  • Vermeiden Sie Tankstellenbesuche nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Nehmen Sie keine Anhalter mit und reisen Sie nicht selbst als Anhalter.
  • Achten Sie während der Reise sorgfältigst auf Ihr Reisegepäck und lassen sie es unter keinen Umständen aus den Augen.
  • Denken Sie als Segler an Vorsichtsmaßnahmen und Eigensicherung bei Nacht, insbesondere mit spontanen Gästen an Bord.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Erdbeben

Guyana liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Überschwemmungen

In den Regenzeiten von Mai bis Juli und von November bis Januar kommt es regelmäßig zu schweren Überschwemmungen in bestimmten Küstengebieten.

  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung

In Guyana gibt es keine berufskonsularische deutsche Vertretung. Zuständig für Guyana ist die deutsche Botschaft in Port-of-Spain, Trinidad und Tobago. In Notfällen kann der deutsche Honorarkonsul in Georgetown kontaktiert werden.

Infrastruktur/Verkehr

Die touristische Infrastruktur befindet sich noch im Aufbau.

Reisen in das Landesinnere werden in der Regel vom Eugene F. Correia International Airport aus mit ein- oder zweimotorigen Flugzeugen durchgeführt.

Es herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist nur teilweise ausgebaut, die meisten Straßen sind zweispurig, eng und zum Teil kurvenreich. Wegen vieler Sandstraßen, Schlaglöcher, herumstreunender Tiere sowie unorthodoxer Fahrweise besteht im Straßenverkehr eine hohe Unfallgefahr.

  • Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
  • Es ist dringend zu empfehlen, ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung gestrichen wird.

Führerschein

Das Fahren eines Kfz ist nur mit einem lokalen Führerschein gestattet, der gegen Vorlage des deutschen oder Internationalen Führerscheins erworben werden kann.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen sind zwar strafbar, es sind jedoch keine Fälle bekannt, bei denen es zu einer strafrechtlichen Verfolgung gekommen ist

Strafrecht

Drogenkonsum und -handel, auch in geringsten Mengen, werden von den Polizeibehörden strengstens verfolgt; man darf keinesfalls davon ausgehen, dass Ausländer von einer Strafverfolgung verschont werden. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden hohe Geld- und Gefängnisstrafen verhängt; eine Freilassung gegen Kaution ist in der Regel nicht möglich.

  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und befördern Sie keine Pakete für Fremde.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Guyana-Dollar (GYD). US-Dollar können in Hotels, Wechselstuben und in den meisten Banken getauscht werden.
Zahlung per Kreditkarte (z.B. Mastercard, Visa) ist zumindest in der Hauptstadt in den größeren Hotels, Restaurants, Reisebüros und einigen Geschäften möglich.
In Abhängigkeit vom aufstellenden Kreditinstitut akzeptieren nicht alle Geldautomaten gängige Kredit- oder Bankkarten.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.

  • Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft.

Visum

Für die Einreise nach Guyana und einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Flugreisende sollten im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.

Ausreisesteuer

Die bisher bei der Ausreise fällige Flughafensteuer ist in der Regel seit 2017 im Ticketpreis inbegriffen.

Minderjährige

Alleinreisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten mitführen.

Ein- und Ausreise über die USA

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig.

Die Einfuhr von Waffen (auch Schreckschusspistolen, Taucher- und Bootssignalpistolen) ist nur mit besonderer Einfuhrgenehmigung erlaubt.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen außerdem kann ein Gelbfieber-Impfnachweis bei anschließender Weiterreise in manche Drittländer verlangt werden, da Guyana selbst zu den Gelbfiebergebieten zählt.

  • Es wird dringend zu einer Gelbfieberimpfung vor der Einreise nach Guyana geraten.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ganzjährig ein hohes Übertragungsrisiko im ganzen Land, außer an der Küste (dort geringes Risiko). Als malariafrei gelten Georgetown und New Amsterdam.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Medizinische Versorgung

Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist flächendeckend insbesondere in ländlichen Gebieten nicht mit westeuropäischen Standards vergleichbar.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJa1Ja
SchweizJaNeinJa
ÖsterreichJaNeinJa
DeutschlandJaNeinJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).

Hinweis
: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.

Kosten

Die aktuellen Visumgebühren sind auf Anfrage bei den zuständigen diplomatischen Vertretungen erhältlich.

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisa.

Gültigkeit

3 Monate ab Ausstellungsdatum. Aufenthaltsdauer und Verlängerung im Ermessen der Einreisebehörde.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 7 Std. weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. (Wenn damit gerechnet werden muss, dass der Aufenthalt länger als 7 Std. dauert, muss vorher ein Transitvisum eingeholt werden).

Achtung: Staatsangehörige mancher Länder sind hiervon ausgenommen und benötigen in jedem Fall ein Transitvisum, darunter Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn.

Bürger der Slowakischen und der Tschechischen Republik können ein Transitvisum bei der Ankunft erhalten, wenn sie durch ihre Fluggesellschaften vorher angemeldet wurden.

Antrag

Anträge sollten mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) eingereicht werden.

Antrag erforderlich

(a) 3 Antragsformulare.
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts.
(e) Kopie aller Reiseunterlagen (Geplanter Reiseverlauf, Flugtickets, Hotelbuchung, etc.).
(f) Gebühr (in bar bei Antragstellung oder per Überweisung).

Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Firmenschreiben oder Einladung einer in Guyana registrierten Firma.

Besuchsreisen zusätzlich:

(h) Einladung des Gastgebers.

Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg der Gebühren beigelegt werden.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an das Innenministerium.

Bearbeitungsdauer

Bis zu einem Monat.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Reist ein Kind nur mit einem Elternteil, müssen bestimmte Dokumente wie eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des anderen Elternteils vorgelegt werden. Allein reisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).

Hinweis
: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken5-
Malaria4-
Typhus & Polio3-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Die Krankenhausbehandlung ist in Georgetown kostenlos, Ärzte verlangen jedoch ein Honorar.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als ein Jahr sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete oder aus einem der folgenden afrikanischen Ländern einreisen wollen: Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d'Ivoire, Gabun, Gambia, Ghana, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo (Rep.), Kongo (Dem. Rep.), Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, São Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik. Eine Impfbescheinigung wird auch bei der Einreise aus den folgenden mittel- und südamerikanischen Ländern benötigt: Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch Guayana, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Peru, Surinam, Venezuela. Ausgenommen sind Transit-Passagiere in Guyana.
Unabhängig von den Einreisebestimmungen ist eine Gelbfieber-Impfung medizinisch unbedingt ratsam.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Regionen Barina/Waini und Pomeroon/Supenaam. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

[3] Typhus kann vorkommen, Poliomyelitis kommt nicht vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen, besonders im Landesinnern, erforderlich. Sporadisches Malariarisiko an der stark bevölkerten Küste. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (47 %) soll stark chloroquinresistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.

[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Das Leitungswasser in Guyana ist als Trinkwasser nicht geeignet. Es wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Der Genuss von einheimischen Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte vermieden werden. Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Chagas-Erkrankungen, die durch Raubwanzen herbeigeführt werden, treten sporadisch auf. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Ein sorgfältiger Mückenschutz ist ganzjährig angebracht.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Geld

Währung

1 Guyana-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: G$, GYD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5000, 1000, 500, 100 und 20 G$; Münzen sind im Wert von 10, 5 und 1 G$ im Umlauf. US-Dollar werden häufig akzeptiert.

Kreditkarten

Die gängigsten Kreditkarten, vor allem Visa und Mastercard, werden in größeren Hotels, Banken, Reisebüros, größeren Geschäften und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Bankkarten
 
Mit bestimmten Kreditkarten und Pinnummer kann an einigen Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann in Guyana an wenigen Geldautomaten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Geldautomaten sind meist nur in Georgetown, New Amsterdam und Bartica zu finden. 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Guyana in Georgetown und in Bartica in Banken eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge abzüglich der Umtauschbeträge.

Geldwechsel

Cambios sind die lizensierten Wechselstuben. Man sollte die Quittung zum Rücktausch am Ende der Reise aufbewahren. Nur wenige Bankautomaten akzeptieren ausländischen Kreditkarten, hier ist der Wechselkurs jedoch günstiger als beim normalen Geldwechsel.

Währungen

G$

GYD

Wechselkurse

EUR1 = GYD214.86
GBP1 = GYD255.83
USD1 = GYD206.62

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch. Daneben werden Hindi und Urdu sowie indianische Sprachen gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2019

  • 01 Jan Neujahr
  • 23 Feb Tag der Republik (Mashramani)
  • 19 Apr Karfreitag
  • 22 Apr Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 05 May Ankunftstag der Inder
  • 26 May Unabhängigkeitstag
  • 01 Jul CARICOM-Tag
  • 01 Aug Tag der Emanzipation
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

(a) Hinduistische Feste werden nach dem Mondkalender bestimmt und sind daher veränderlich.

(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Guyana eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak;
750 ml Spirituosen;
750 ml Wein;
250 ml Parfüm.

Kontaktadressen

Botschaft der Kooperativen Republik Guyana

(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

(+32) (02) 675 62 16.

Boulevard Brand Whitlock 114

B-1200 Brüssel

Belgium

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich, Pünktlichkeit wird allgemein erwartet. Die karibische Mentalität macht sich auch im Geschäftsleben bemerkbar, die Atmosphäre ist entspannt.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Guyana Manufacturer's Association (Vereinigung der herstellenden Industrie)
National Exhibition Centre, Sophia, Georgetown
Tel: (022) 7 42 95.
Internet: www.gma.org.gy

Georgetown Chamber of Commerce and Industry
(Industrie- und Handelskammer)
156 Waterloo Street, Cummingsburg, PO Box 10110, Georgetown.
Tel (022) 6 35 19.
Internet: www.georgetownchamberofcommerce.org

Ministry of Trade, Tourism and Industry (Ministerium für Handel, Tourismus und Industrie)
229 South Road, Georgetown
Tel: (022) 6 25 05.
Internet: www.mintic.gov.gy

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst in den größeren Städten.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber: Guyana Telephone and Telegraph Company (GT&T) (Internet: www.gtt.co.gy). Mobiltelefone können bei GT&T gemietet werden.

Internet

In Georgetown stehen Internetcafés zur Verfügung. Internetanbieter sind GT&T und GuyanaNet (Internet: www.guyana.net.gy).

Post

Luftpost nach Europa benötigt 7-9 Tage, umgekehrt dauert es länger.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Auf dem Stabroek-Markt in Georgetown werden einheimische Strohhüte, Körbe, Tongefäße und Schmuck angeboten. Andere Geschäfte verkaufen indianische Bogen und Pfeile, Hängematten, Tonwaren und Schüsseln. In den staatlichen Geschäften findet man ausgezeichneten Schmuck aus Gold, Silber, Edel- und Halbedelsteinen. Preise sind niedrig, die Qualität gut. Quittungen und Zertifikate sollten unbedingt bis zur Ausfuhr für den Zoll aufbewahrt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: i.A. Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.30 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Es gibt diverse Nachtklubs in Georgetown.

Kulinarisches

Übersicht

Die Auswahl der Gerichte spiegelt die Einflüsse der verschiedenen Kulturen wider. Die indische Küche mit ihren Curry, Lamm-, Garnelen- und Huhngerichten ist ebenso vertreten wie die afrikanischen Gerichte Fu-Fu (Kochbananen) und Metemgee (Edows, Yams, Maniok und Kochbananen in Kokosmilch und Kokosfleisch gekocht). Typische Spezialitäten sind portugiesisches Schweinefleisch mit Knoblauch und indianischer Pfeffertopf. Auf den meisten Speisekarten findet man Geflügel, Schweinefleisch, Steak und Garnelen. In Georgetown gibt es gute chinesische, indische und kreolische Restaurants. Getränke: Demerara-Rum, eine Spezialität des Landes, sollte man unbedingt probieren. Das örtliche Bier heißt Banks.

Unterkunft

Hotels

In Georgetown gibt es 10 Hotels, einige davon bieten gehobenen internationalen Standard. Man zahlt keinen Zuschlag in der Hauptsaison. Da Stromausfälle häufig vorkommen, sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. Auskünfte von der Tourism & Hospitality Association of Guyana (s. Adressen).

Kultur

Religion

50 % Christen (vorwiegend Anglikaner und Katholiken), 35 % Hindus und 10 % Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Gastfreundschaft ist selbstverständlich, und Einladungen in Privathäuser sind häufig. Freizeitkleidung ist üblich, Männer sollten jedoch keine Shorts tragen. In manchen Restaurants und zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Trinkgeld: 10% in Hotels und Restaurants.

Klima

Beste Reisezeit

Tropisch. Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit ganzjährig. Regenzeiten von November bis Januar sowie Mai bis August. An der Küste kühler.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Paraitepui

Paraitepui Village, Guyana
© iStockphoto / Thinkstock

Sheer

Sheer cliffs of Mount Roraima, Guyana
© iStockphoto / Thinkstock

Kaiteur

Kaiteur Falls in Guyana
© Creative Commons / madmack66

Guyana/

Guyana
© Creative Commons / mauroguanandi's