Der Winter dauert von Juni bis September. In dieser Zeit ist es in den Bergen klar, in den Küstengebieten dagegen oft neblig. An der Küste und um Lima ist von Dezember bis April Sommer, im Dschungel und in den Bergen ist die Regenzeit von November bis März.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Lan Perú (LP), Taca Perú (TA), Aero Condor (Q6) und Star Peru
(Internet:
www.starperu.com
)
betreiben den Inlandflugverkehr und verbinden Lima mit Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Chiclayo, Chimbote, Huánuco, Cuzco, Iquitos, Juliaca-Puno, Piura, Pucallpa, Puerto Maldonado, Tacna, Tarapoto, Trujillo, Tumbes und anderen Städten.
Anmerkung (Flugzeug)
Flughafengebühren
5 US$.
Schiff
Regelmäßige Verbindungen zwischen Pucallpa und Iquitos (ca. 5 Tage Fahrzeit) sowie von Iquitos zur Grenze mit Brasilien und Kolumbien (2,5 Tage Fahrzeit).
Flussschifffahrten
auf dem Amazonas bietet
Amazon Tours & Cruises
(Internet:
www.amazontours.net
).
Bahn
Die
Peruanische Bahn
(Internet:
www.perurail.com
) betreibt ein Schienennetz, das von Puno über Cuzco bis nach Machu Picchu, von Puno bis zum Titikaka-See und von Arequipa bis zum Cola-Canyon reicht.
Eine Nebenstrecke verläuft von Juliaca und Puno nach Cuzco, eine weitere Kurzstrecke nach Macchu Picchu (ca. 4 Std. Fahrzeit). Da beide Strecken nicht miteinander verbunden sind, muss man nicht nur den Zug, sondern auch den Bahnhof wechseln.
Zusätzlich gibt es Kurzstrecken in den Bergbaugebieten.
Der Fahrplan ändert sich häufig. Es gibt einen Winter- und einen Sommerfahrplan.
Interessant ist der Luxuszug
Hiram Bingham
(Internet:
www.perurail.com/Pages/hiram_bingham.htm
), der täglich auf der touristisch interessanten Strecke zwischen Poroy und Machu Picchu verkehrt. Fahrtdauer: 3 1/2 Std. Auch der komfortable
Vistadome
fährt nach Machu Picchu. Der
Andean Explorer
fährt zwischen Cuzco und dem Titicaca-See.
Auf einigen Strecken verkehren schnelle und bequeme elektrische
Autovagons
.
Ferrocarril Central
(Internet:
www.ferrocarrilcentral.com.pe
)
verbindet Lima, La Oroya, Huancayo und Huancavelica; sie ist die höchste Bahnstrecke der Welt (bis zu 4781 m) mit über 50 Tunnel und Brücken (zur Zeit wegen Privatisierungsmaßnahmen außer Betrieb). Es gibt keine Verbindung zwischen Lima und Cuzco.
Touristen dürfen nicht mit den Lokalzügen fahren, sondern müssen die speziellen Touristenzüge benutzen. Es gibt bei den Zugfahrten generell zwei Tarife: Vistadome und Backpacker. Vistadome ist ein komfortabler Wagon mit Service und Verpflegung unterwegs.
Der Zug Cusco-Puno verkehrt 3 Mal pro Woche, die anderen Strecken mehrmals täglich. Es ist sehr ratsam, die Tickets einige Tage vorher zu kaufen, da vor allem in der Hochsaison die Züge oft ausgebucht sind.
Die Strecke Lima-Huancayo wird von Ferrocarril Central betrieben. Abfahrten sind aber nur an bestimmten Tagen (meist am Wochenende).
Die Strecke Arequipa-Puno wird nur noch für Gruppen auf Anfrage befahren.
Bus/Pkw
Die größte und wichtigsten Straße des Landes ist die
Carretera Panamericana
, die der pazifischen Küste von Tumbes an der Grenze zu Ecuador bis hinunter nach Tacna an der chilenischen Grenze folgt. Eine weitere wichtige Straße führt vom Osten Limas über die Anden nach Huancayo, San Ramon, La Merced, Huanuco, Tingo Maria und Pucallpa.
In Peru sind nur wenige Straßen asphaltiert. Erdrutsche und unwegsame Straßen erschweren das Fahren, und Pannen sind häufig. Der
Touring y Automóvil Club del Perú
ist bei der Urlaubsplanung behilflich und verkauft Karten der 12 Departamentos. Während der Regenzeit sind die Straßen in manchen Gebieten, insbesondere zwischen der Küste und den Bergen, aufgrund von Erdrutschen gesperrt. An allen ausländischen Fahrzeugen muss die Genehmigung der Zollbehörden, die bei der Einreise ausgestellt wird, gut sichtbar angebracht sein.
Busse
sind preiswert und als Verkehrsmittel weit verbreitet. Zwischen den Städten verkehren die Busse regelmäßig und in kurzen Zeitabständen, aber auch in entlegene Gebiete fahren die Busse in gewisser Regelmäßigkeit. Reisebusse der Firmen
Ormeño, Cruz del Sur
(Internet:
www.cruzdelsur.com.pe
),
Ittsa, Enlaces, Perú Bus, Oltursa
u. a. bieten landesweite Verbindungen. Empfehlenswert sind auch die so genannten
Bus Cama
, moderne Schlafbusse, in denen auch größere Distanzen bewältigt werden können.
Taxis
findet man vor den Hotels und am Flughafen. Die peruanischen Taxis haben keinen Taxameter, weshalb der Preis vor der Fahrt ausgehandelt werden sollte. Taxis sind in der Regel günstig, kurze Fahrten innerhalb eines Bezirks kosten nicht viel mehr als 1 US$.
Mietwagen
kann man bei
Hertz, Avis, National, Dollar, Mitsui, Rentandina, AAA, American, Budget, Sixt
u. a. in Lima und anderen Städten erhalten.
Unterlagen:
Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ist der nationale Führerschein ausreichend, bei längeren Aufenthalten muss beim
Touring y Automóvil Club del Perú
ein internationaler Führerschein beantragt werden.
Stadtverkehr
Lima
verfügt über eine
Metro
,
Stadtbusse
,
Taxis
und Minibusse, die so genannten
Colectivos.
In diesen Sammeltaxis haben bis zu sechs Personen Platz, sie fahren auf vorgeschriebenen Strecken in die Vororte. Diese Taxis findet man an der Haltestelle La Colmena an der Plaza San Martín. Man bezahlt einen Einheitspreis und kann überall ein- und aussteigen. Die gewöhnlichen Taxis sind verhältnismäßig preiswert und haben keine Taxameter, deswegen sollte man den Fahrpreis vorher vereinbaren. Eine Buslinie mit zehn Haltestellen wird von hochmodernen Bussen befahren.
Fahrzeiten
von Lima zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug
Schiff*
Bus/Pkw
Arequipa
1.10
-
14.00
Cuzco
1.00
-
20.00
Chachapoyas
1.20
-
24.00
Huancayo
-
-
6.00
Huaraz
-
-
6.00
Iquitos
1.30
5 Tage
-
Nazca
-
-
6.00
Pucallpa
0.50
2,5 Tage
20.00
P. M’nado
2.00
3,5 Tage
-
Tujillo
1.00
-
8.00
Tumbes
1.30
-
18.00
Anmerkung
Anmerkung:
[*]
Die Zeit für Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Wasserwegen ist in dieser Tabelle nicht berücksichtigt.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Perus nationale Fluggesellschaften sind
Lan Peru (LP), Taca Perú (TA), Aero Continente (N6)
und
Aero Condor (Q6)
(Internet:
www.aerocondor.com.pe
).
Lan Peru
fliegt sechsmal wöchentlich von Frankfurt/M. über Madrid nach Lima. Keine Direktflüge von Zürich oder Wien (Umsteigen z. B. in Frankfurt/M., Paris, Madrid, New York oder Miami).
Lan
und
Iberia (IB)
(Internet:
www.iberia.com
) fliegen mehrmals pro Woche ab Madrid nach Lima.
Lufthansa (LH)
bietet Zubringerflüge von allen Städten Deutschlands sowie aus Österreich zu den
LAN
-Langstreckenflügen an.
Swiss International (LX)
dient als Zubringer von der Schweiz aus.
Ibera (IB)
ist ebenfalls aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als Zubringer nach Madrid nutzbar.
Der
South American Airpass
ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmenden Fluglinien sind:
TAM (JJ)
und
TAM Mercosul (PZ)
. Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.
Der
Oneworld
Visit South America Pass
ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien
American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Finnair, Iberia, JAL Japan Airlines,
LAN, Malev Hungarian Airlines, Qantas
und
Royal Jordanian Airlines
innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr von 15 US$ erhoben. Stornogebühren: Vor Reiseantritt 50 US$, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.
Flughafengebühren
30,25 US$, ausgenommen sind Transitreisende.
Internationale Flughäfen
Lima (LIM)
(Jorge Chávez International) (Internet:
www.lap.com.pe
) liegt 16 km nördlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Duty-free-Shops, Banken, Post, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Geschäfte, Bars, Restaurants. Linienbusverkehr alle 15 Min. zur Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Taxisstand.
Cuzco (CUZ)
liegt im Süden des Landes; von hier gibt es Flugverbindungen nach La Paz (Bolivien).
Schiff
Internationale
Kreuzschifffahrtsgesellschaften
wie
Princess Cruises
(Internet:
www.princess.com
) legen hin und wieder in Callao, dem wichtigsten Hafen, an.
Auf dem Titicaca-See gibt es eine tägliche
Fährverbindung
zwischen La Paz in Bolivien und Puno in Peru.
Bus/Pkw
Die
Panamerikana
ist die wichtigste internationale Straßenverbindung. Diese Autobahn verläuft in nord-südlicher Richtung durch die Wüstengebiete an der peruanischen Küste von Tumbes nach Tacna. Die
Andenstraße
verbindet Peru, Chile und Bolivien. Diese neue Touristenroute führt von San Pedro de Atacama in Chile durch Bolivien bis nach Arequipa in Peru. Eine weitere Straße führt von La Paz (Bolivien) nach Puno am Titicaca-See im Süden Perus.
Bus
unternehmen wie
Ormeño, El Rápido, Tas Choapa Internacional, Empresa Paraguaya de Transporte
und
Rutas de América
bieten Verbindungen nach Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Chile, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien.
Kommunikation
Anmerkung
Telefon
Selbstwählferndienst. Es gibt öffentliche Münz- und Kartentelefone. Telefonkarten werden in Kiosken und in Supermärkten verkauft. Die Karte muss zu der Telefongesellschaft passen, zu der das Telefon gehört. Die Auskunft ist unter 103 erreichbar (Service auf Spanisch).
Mobiltelefon
Triband-Netz, GSM 1900. Netzbetreiber ist
TIM Peru
(Internet:
www.tim.com.pe
). Mobiltelefone können in Lima und größeren Städten bei
Telefónica del Peru
auf begrenzte Zeit gemietet werden.
Fax
Stehen in einigen Hotels zur Verfügung.
Internet/E-Mail
Es gibt Internetcafés in den größeren Städten.
Telegramme
Können bei
Telefónica del Peru
(Internet:
www.telefonica.com.pe
) in Lima, Pasaje Piura #25 aufgegeben werden.Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr, So 08.00-14.00 Uhr.
POST- UND FERNMELDEWESEN
Luftpost nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs. Außerhalb Limas ist die Post weniger zuverlässig. An Postfächer innerhalb Perus adressierte Luftpostsendungen sind ca. vier Tage unterwegs, man muss jedoch mit Verzögerungen rechnen. Öffnungszeiten des Hauptpostamtes in Lima: Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr sowie So 08.00-12.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfachändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der
Deutschen Welle
(Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet:
www.dw-world.de
) anzufordern.
Urlaubsorte & Ausflüge
Einleitung
Im Anschluss die Kurzbeschreibungen der schönsten Städte und Regionen von Nord nach Süd.
Urlaubsorte & Ausflüge
Der Dschungel:
Das Amazonas-Becken zieht sich durch den größten Teil des Landes, ist aber kaum touristisch erschlossen. Von
Pucallpa
kann man zwar mit dem Boot nach
Iquitos
auf dem Fluss Ucayali fahren, das beste Transportmittel nach Iquitos, der wichtigsten Stadt des Gebietes, ist aber das Flugzeug. Die Stadt hat große Parkanlagen mit zahlreichen Baum- und Pflanzenarten. Regelmäßige Bootsfahrten werden zu den Siedlungen der Amazonas-Indianer veranstaltet. Die Bademöglichkeiten in dieser Gegend sind sehr gut. Von Iquitos kann man nach
Puerto Maldonado
fliegen, der Hauptstadt der Provinz Madre de Dios.
Tumbes
-
Die nördlichste Stadt Perus ist ein bedeutendes Sport- und Fischereizentrum.
Chiclayo
-
Chiclayo
ist ein Ort im Norden des Landes, in dessen Nähe es archäologische Ausgrabungsstätten gibt: Tucume, Batán und Huaca Rajada, wo 1987 das Grabmal des Señor de Sipán gefunden wurde, das aus der Moche-Periode stammt und ca. 1600 Jahre alt ist.
Trujillo und Chan-Chan
-
Chan-Chan ist die größte aus Lehm gebaute Stadt der Welt und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Lima
-
Im Stadtzentrum findet man Kirchen, Museen, Galerien und Denkmäler. Die Altstadt von Lima ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kirche
San Francisco
ist berühmt für ihre Katakomben und ihre umfangreiche Sammlung alter Texte. Es gibt auch ein Stierkampf-Museum, das
Museo Tourino
.
Macchu Picchu
-
Macchu Picchu
ist von Cuzco mit der Bahn oder zu Fuß auf dem Inka-Pfad erreichbar. Es gibt Regionalzüge, Touristenzüge und die schnelleren
Autovagons.
Die Fahrt dauert mehrere Stunden. Am Kilometerstein 88 kann man aussteigen und den Weg auf dem Inka-Pfad fortsetzen. Von hier aus beträgt der Fußweg ca. 30 km zu den Ruinen. Das Gelände ist schwierig, und man sollte mindestens drei Tage für den Weg rechnen.
Cuzco
-
Diese Stadt liegt 3360 m über dem Meeresspiegel. Cuzco war die Hauptstadt der Inkas. Zahlreiche Ruinen der Inkazeit können besichtigt werden, besonders sehenswert ist der
Coricancha
, der Zweite Sonnentempel. Kirchen wie
La Merced
und das dazugehörige
Kloster San Francisco Belén de los Reves
aus dem 17. Jahrhundert sowie die
Klöster Santa Clara
und
San Blas
stellen eine eindrucksvolle Mischung von spanischer und indianischer Architektur dar. Der Markt von Cuzco ist eine besondere Attraktion. Von der Ruine der
Sacsahuaman-Festung
ist die Aussicht auf die Stadt atemberaubend. Leicht erreichbar sind die Inkastätten
Kkenkko, Puca Pucara
, die Ruinen von
Machay, Pisac, Ollantaytambo
– und
Macchu Picchu.
Ica und Nazca
-
Die
Museen
beider Städte enthalten Ausstellungsstücke aus der Zeit vor den Inkas. In der Nähe von Nazca findet man die mysteriösen »Landebahnen Außerirdischer«, die Erich von Däniken in seinen Büchern beschrieben hat. Die Fluggesellschaft
Nazca Lines
veranstaltet preiswerte Rundflüge über dieses Gebiet.
Ayacucho
-
Ayacucho
wird auch die »Stadt der hundert Kirchen« genannt. In den Geschäften werden handgearbeitete Keramik, Lederartikel, Stoffe und Schmuckstücke angeboten.
Arequipa
-
Die »Weiße Stadt« liegt am Hang des 2359 m hohen Berges Misti. Der spanische Kolonialeinfluss ist überall zu sehen. Das
Nonnenkloster von Santa Catalina
bildet ein wunderschönes Stadtviertel.
Puno und Titicaca-See
-
Puno liegt auf der 3800 m hohen Callao-Hochebene. Überall kann man Kirchen der Kolonialzeit und präkolumbianische Überreste besichtigen. Puno ist das Zentrum peruanischer Folklore. Wollstoffe aus
Alpaca
werden angeboten, außerdem
Torito de Pucara
(Tongefäße) und Silberwaren. Der Titicaca-See wird als der höchstgelegene befahrbare See der Welt beschrieben.
Tacna
-
Die
Kathedrale
dieser Stadt an der chilenischen Grenze wurde von Eiffel entworfen, dem Erbauer des Pariser Eiffelturms. Das
Eisenbahnmuseum
ist ebenfalls einen Besuch wert.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wirtschaftslage
Die peruanische Wirtschaft wuchs im Jahr 2008 um 9,8 %. Peru liegt damit in der Spitzengruppe Lateinamerikas und deutlich über dem Lateinamerika-Durchschnitt von 4,6 %. Hervorgerufen wurde dieses Wachstum durch eine starke Binnennachfrage sowie hohe Exporterlöse.
Der Anteil der Landwirtschaft am BIP beträgt 8,5 %, der Industrie 21,2 % und des Dienstleistungssektors 70,3 % (Stand: 2008). Ein besonders hohes Wachstum erzielte die Bauwirtschaft mit 16,5 %, hervorgerufen durch zahlreiche industrielle Großprojekte in den Branchen Flüssiggas, Bergbau, Wasserkraft und Infrastruktur.
Die Arbeitslosenquote betrug 2008 8,1 %. 2007 lag sie etwas niedriger mit 6,9 %. Die Staatsverschuldung konnte 2008 auf 24 % des BIP gesenkt werden (2004: 44,1 %) und die Inflationsrate lag bei 5,8 % (2007: 1,8 %). Rund 40 % der Bevölkerung gilt als arm oder extrem arm.
Wichtige Wirtschaftszweige
Es werden hauptsächlich Zuckerrohr, Kartoffeln, Mais, Reis, Getreide, Baumwolle und Kaffee angebaut. Peru ist der größte Koka-Produzent der Welt; die Regierung versucht jedoch, den Anbau der Kokablätter zu unterbinden, ein entsprechendes Abkommen mit den USA wurde bereits unterzeichnet.
Die Fischerei spielt eine große Rolle – die Fischbestände erholen sich jedoch derzeit nur langsam, nachdem sie durch klimatische Veränderungen in den achtziger Jahren reduziert wurden. Der Handel wuchs 2008 um 12,8 %, die Landwirtschaft aufgrund günstigen Wetters und hoher Preise im ersten Halbjahr um insgesamt 6,7 %, der Fischfang um 6,2 %. Es gibt große Kupfer-, Gold-, Silber-, Eisenerz-, Kohle- und Phosphatvorkommen. Der Export von Bergbauprodukten erbringt fast die Hälfte der Exporteinnahmen.
Eine neue Perspektive bietet der sich dynamisch entwickelnde Sektor Flüssiggas.
Wirtschaftspolitik
In den vergangenen Jahren bemühte sich die Regierung, die hohe Inflation zu senken, die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren und strebte ein Wirtschaftswachstum von 6 % an. Ein realistisches Ziel der Regierung ist die stete Steigerung des Exportvolumes.
Handelspartner
Die EU, die USA, die anderen Andenpaktländer, Chile, die Mercosur-Länder und China sind die wichtigsten Handelspartner.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Peru ist u.a. Mitglied der Welthandelsorganisation, des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Andengemeinschaft und der Asia Pacific Economic Cooperation (APEC). Seit 2009 bestehen Freihandelsabkommen mit den USA, Chile und China. Freihandelsabkommen mit Japan, Südkorea, Thailand, Mexiko und der EFTA werden angestrebt.
Umgangsformen
Spanischkenntnisse sind erforderlich. Termine sollten im Voraus vereinbart und bestätigt werden. Pünktlichkeit wird von Besuchern erwartet. Visitenkarten sind üblich.
Geschäftszeiten:
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft der Republik Peru
Mohrenstraße 42, D-10117 Berlin
Tel: (030) 206 41 03.
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet:
www.latcam.ch
Cámara de Comercio de Lima
(Handelskammer)
Av. Giuseppe Garibaldi Nº 396, Jesús María, PE-Lima 11
Tel: (01) 463 34 34.
Internet:
www.camaralima.org.pe
Land & Leute
Essen & Trinken
Beim Würzen wird besonders großzügig mit
Aji
und
Ajo
(Pfeffer und Knoblauch) umgegangen.
Ceviche
ist eine einheimische Spezialität (in Zitronensaft marinierter roher Fisch, der mit Maiskolben, Kartoffeln und Zwiebeln gegessen wird); wegen der Cholera-Gefahr sollte man jedoch auf den Genuss dieser Delikatesse verzichten.
Escabeche
ist eine Vorspeise aus gekochtem Fisch, die kalt gegessen und mit Pfefferschoten und Zwiebeln garniert wird.
Corvina
(Seebarsch) wird verschiedenartig zubereitet. Jakobsmuscheln (
Conchitas
), Miesmuscheln (
Choros
) und Krabben (
Camarones
) sind ebenfalls zu empfehlen.
Chupe de Camarones
ist ein Eintopf aus Krabben, Milch, Eiern, Kartoffeln und Pfefferschoten. Weitere Spezialitäten sind
Sopa Criolla
(stark gewürzte Suppe mit Rindfleisch und Nudeln),
Aji de Gallina
(Hühnerfleisch in pikanter Sahnesoße),
Anticuchos
(südamerikanischer Kebab) und
Lomo Saltado
(Rindfleischstücke mit Zwiebeln und Paprikaschoten, gedünstet und mit Bratkartoffeln und Reis angerichtet). Reis und Kartoffeln sind die Beilagen fast aller Gerichte. In den Hotels und Restaurants wird am Tisch bedient.
Getränke:
Einheimische Biere sind ausgezeichnet.
Pisco Sour
wird aus einem kräftigen Weinbrand hergestellt und ist ein beliebtes einheimisches Getränk.
Chicha de Jora
(fermentiert) und
Chicha Morada
(alkoholfrei) sind Getränke, die schon bei den Inkas beliebt waren.
Nachtleben
In den Urlaubsorten gibt es zahlreiche Bars, Diskotheken und Casinos.
Peñas
sind die traditionellen Stätten des peruanischen Nachtlebens. Dort kann man der
Criolla
(Volksmusik) zuhören und kleinere Mahlzeiten bestellen. Das Nachtleben in Lima und Cuzco ist sehr abwechslungsreich, die Diskotheken, Peñas, Pubs und Karaoke-Bars sind bis 03.00 oder 04.00 Uhr morgens geöffnet.
Einkaufstipps
Wollsachen und Teppiche aus
Alpaca
- und Lamawolle, Masken, handgewobene
Ponchos
und Nachbildungen alter Inka-Schmuckstücke, Artikel aus Silber, Gold, Leder und Holz.
Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 10.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr.
Sport
Stierkampf
Die bedeutendsten Stierkämpfe finden in der Plaza-de-Toros-de-Acho-Arena von Lima statt (Oktober bis März).
Golf/Tennis:
Tennis- und Golfplätze gibt es in Lima und den Vororten. In einigen Privatklubs darf man auch als Besucher spielen.
Reiten
kann man im zentralen Hochland und in den Pferdezuchtgebieten des Südens (Ica).
Bergsteigen und Trekking:
Die Anden, in denen es einige unbezwungene Gipfel gibt, sind ein besonderer Anziehungspunkt für alle Bergsteiger und Wanderer. Bergwanderungen können das ganze Jahr über unternommen werden, am günstigsten ist die Trockenzeit (Jni bis September). Die bekanntesten Trekkingrouten sind der
Inka-Pfad nach Machu Picchu
sowie die tropische Bergkette der
Cordillera Blanca (Huascarán-Nationalpark).
Forschungsreisen:
Informationen vom
South American Explorers Club
.
Wassersport:
An der Küste können fast alle Wassersportarten ausgeübt werden. An den Stränden von Lima können Surfbretter gemietet werden.
Fischen:
Im Titicaca-See und in Conococha kann man Lachse und Forellen fangen. Das Meer ist ebenfalls für seinen Fischreichtum bekannt.
Veranstaltungskalender
Jan.
Marinera-Tanzfestival, La Libertad.
Febr.
(1) Karneval (landesweite Feiern, vor allem in Cajamarca, Puno, Ayacucho und Iquitos).
Febr.
Virgen de la Candelaria, Puno.
März
La Vendimia (Weinfestival), Ica.
März
Festival des peruanischen Passgang-Pferdes, Pachacámac.
März/April
Karwoche
(landesweite Feierlichkeiten, besonders aber in Ayacucho und Tarma).
Mai
Maifestival, Huaraz.
Mai/Juni
Qoyllur Rit'i (Pilgerfahrt zum Schneestern, größte Pilgerfahrt der indianischen Ureinwohner Amerikas), Quispicanchis nahe Cuzco.
Juni
(1) Fronleichnam- und Folklorefest,
Cuzco. (2) Inti Raymi (Sommersonnenwende). (3)
San Juan Festival, Iquitos.
Juli
Fest der Jungfrau von El Carmen, Paucartambo, Cuzco.
28. Juli
Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag, landesweit.
Aug.
(1) Festidanza (Folklorefest mit Musik und Tanz), Arequipa. (2) Santa Rosa de Lima-Tag (Schutzheilige Amerikas und der Philippinen).
Sept.
Internationales Frühlingsfestival, Trujillo (Umzüge, Ausstellungen, Volksmusik und Gastronomiewettbewerbe).
Okt.
Prozessionen zu Ehren des Herrn der Wunder,
Lima.
Nov.
(1)
Stierkampf-Festival, Lima. (2) Jubiläumswoche,
Puna.
24. Dez.
Santuranticuy-Jahrmarkt (Verkauf von Heiligenbildern und Kunsthandwerk), Cuzco.
Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s.
Adressen
).
Sitten & Gebräuche
Umgangsformen:
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Das Leben verläuft geruhsam, und die Peruaner begründen ihre Unpünktlichkeit lachend mit
La Hora Peruana
- die peruanische Zeit.
Kleidung:
Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer
Guayaberas
(traditionelle Hemden ohne Krawatte). Shorts und Badebekleidung gehören an den Strand.
Trinkgeld:
Rechnungen enthalten i. Allg. 15% für Bedienung. Ein zusätzliches Trinkgeld in Höhe von 5% wird erwartet. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.
Unterkunft
Hotels
Hotels von internationalem Standard findet man in Lima, Cuzco, Arequipa, Trujillo, Iquitos, Cajamarca, Chiclayo, Ica und Tarapoto. Zahlreiche Hotelprojekte sind für die nahe Zukunft geplant, die Infrastruktur außerhalb der Hauptstadt soll verbessert werden. Recht preiswerte
Pensiones
findet man in allen größeren Ortschaften Perus. In den ländlichen Gebieten ist der Standard der Unterkünfte recht unterschiedlich, Hotels sind in der Regel gut ausgestattet. 18 % für Steuern (IGV) sind in den Rechnungen enthalten. Bei Hotels der höheren Klasse kann es sein, dass zudem noch ein Bedienungsgeld von 1-13 % aufgeschlagen wird.
Kategorien:
1-5 Sterne. Ein Gesetz verlangt das Aushängen besonderer Schilder: H (Hotel), HR (Hotel Residencial), HS (Hostal Residencial) oder P (Pension). Näheres vom Hotelverband:
Asociación Peruana de Hoteles, Restaurantes y Afines (AHORA),
Av. Larco 730, Of. 302 , Miraflores, PE-Lima 18. Tel: (01) 445 27 62. (Internet:
http://www.ahora-peru.com/
)
Jugendherbergen
Rund 40 Jugendherbergen mit Schlafsälen, Doppel- oder Einzelzimmern, Kochgelegenheiten, einer Bar oder Cafeteria und manchmal auch Schwimmbecken stehen zur Verfügung. Einzelheiten vom Jugendherbergswerk:
Asociación Peruana de Albergues Turísticos Juveniles,
Avenida Casimiro Ulloa 328, San Antonio, Miraflores, PE-Lima 18. Tel: (01) 446 54 88. (Internet:
www.limahostell.com.pe
)
Camping
Keine offiziellen Campingplätze.
Gesundheit
Erforderliche Impfungen
Art
Vorsichtsmaßnahmen empfohlen?
Impfbescheinigung erforderlich?
Gelbfieber
1
Ja/1
Cholera
2
Nein
Typhus & Polio
3
-
Malaria
4
-
Essen & Trinken
5
-
Vorsichtsmaßnahmen
Chagas
-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene
Dengue-Fieber
kommt landesweit vor, vermehrt in Lima, Distrikt Comas. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Fleckfieber
tritt v.a. in den Slums in höheren Lagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Hepatitis A
und
Hepatitis B
kommen vor. Eine
Hepatitis A
-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen
Hepatitis B
sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids
eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
In Lagen über 2500 m tritt häufiger die gelegentlich auch tödlich endende
Höhenkrankheit
durch zu schnellen Aufstieg auf. Sie wird meist erst nach 24 Stunden oder später in der Höhe bemerkbar. Symptome sind schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine längere Pause, sollte unter eine Höhe von 2000 m abgestiegen werden.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene
Leishmaniose
kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Pest
-Fälle wurden aus den Departementen Cajamarca, La Libertad, Lambayeque und Piura gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
Tollwut
kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Die
medizinische Versorgung
im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Medizinische Behandlungen müssen sofort bezahlt werden.
Der Abschluss einer
Reisekrankenversicherung
und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Eine individuelle
Reiseapotheke
sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Anmerkung
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen
Gelbfieber
wird von allen Reisenden verlangt, die älter als sechs Monate sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Peru.
Achtung:
Die
Gelbfieberimpfung
ist für das gesamte peruanische
Amazonasgebiet
vorgeschrieben, der Impfnachweis wird kontrolliert. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot, Quarantäne oder Zwangsimpfung.
Hinweis
: Die peruanische Amazonasregion östlich der Anden sowie das Ayacucho-Department im SW (Pavo, Aucarca, El Zancudo) gehören zu den endemischen Gebieten, in denen mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen ist. Impfung bei Reisen ins Landesinnere und vor dem Besuch von Dschungelgebieten in ländlichen Regionen unterhalb einer Höhe von 2300 m wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen
Cholera
ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Infektionsgebiete befinden sich v.a. in den Departements Amazonas, Ancash, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Callao, Cuzco, Huanuco, Ica, Junin, La Libertad, Lambayeque, Lima, Loreto, Madre de Dios, Moquegua, Pasco, Piura, Puno, San Martin, Tacna, Tumbes und Ucayali. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Typhus
kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4]
Regional kann ein hohes
Malaria
risiko herrschen. Das betrifft v.a. Ein erhöhtes Risiko besteht in den Grenzgebieten zu Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien (v.a. in Loreto, Madre de Dios, Junin, San Martín und Ayacucho). Die gefährlichere Form
Plasmodium falciparum
(Malaria tropica) kommt zu 15%, die weniger gefährliche Form
Plasmodium vivax
(Malaria tertiana) zu 85 % . Die übrigen Regionen haben ein sehr geringes oder kein Malaria-Risiko. Lima und das Anden-Hochland sind malariafrei.
Ausreichenden Schutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern empfiehlt sich zusätzlich eine Notfallmedikation.
[5]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse
Infektionskrankheiten
(z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher
ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte
Magenverstimmungen
auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Das Trinkwasser außerhalb der größeren Städte sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.
Milch ist nicht pasteurisiert. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollte man außerhalb der Städte meiden. Fleisch- und Fischgerichte sollten gut durchgekocht und heiß serviert werden. Den Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte man vermeiden. Gemüse nur gekocht und Obst geschält essen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Aktueller Hinweis
Im Amazonasgebiet von Peru kam es nach Bissen von Fledermäusen zu
Tollwut
erkrankungen mit tödlichem Ausgang bei der einheimischen Bevölkerung dieser entlegenen Gegend. Reisende, die sich länger dort aufhalten, sollten eine Tollwutimpfung in Betracht ziehen.
Gesetzliche Feiertage
Feiertage
2010
1. Jan.
Neujahr.
1. April
Gründonnerstag.
2. April
Karfreitag.
1. Mai
Tag der Arbeit.
29. Juni
St. Peter und St. Paul-Tag.
28./29. Jul.
Unabhängigkeitstage.
30. Aug.
Santa Rosa de Lima.
8. Okt.
Schlacht von Angamos.
1. Nov.
Allerheiligen.
8. Dez.
Mariä Empfängnis.
24. Dez.
Heiligabend (Nachmittag).
25. Dez.
Weihnachten.
2011
1. Jan.
Neujahr.
21. April
Gründonnerstag.
22. April
Karfreitag.
1. Mai
Tag der Arbeit.
29. Juni
St Peter's and St Paul's Day.
28./29. Juli
Unabhängigkeitstage.
30. Aug.
Santa Rosa de Lima.
8. Okt.
Schlacht von Angamos.
1. Nov.
Allerheiligen.
8. Dez.
Mariä Empfängnis.
24. Dez.
Heiligabend (Nachmittag).
25. Dez.
Weihnachten.
zollfrei einkaufen
zollfrei einkaufen
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Peru eingeführt werden:
400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen über 18 J.);
3 Flaschen alkoholische Getränke (insgesamt nicht mehr als 3 l) (Personen über 18 J.);
2 kg Lebensmittel;
neue Waren oder Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 300 US$ (einzelne Artikel bis zu einem Wert von 100 US$).
Geld
Währung
1 Nuevo Sol = 100 Céntimos.
Währungskürzel:
S/., PEN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 S/. Münzen sind im Wert von 5, 2 und 1 S/. sowie 50, 20 und 10 Céntimos im Umlauf. Praktisch überall in den Städten Perus wird der US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert. Immer häufiger wird in Touristenzentren auch der Euro als Zahlungsmittel angenommen.
Geldwechsel
Reisende sollten US-Dollar oder Euros mitführen, die überall gewechselt werden können. Man sollte überall kleine Stückelungen von US$-Noten und von einheimischer Währung mit sich führen. Soles eignen sich speziell für kleinere Ausgaben und Transaktionen. Beschädigte Banknoten können jedoch zurückgewiesen werden. Der Umtausch anderer ausländischer Währungen ist in Lima nur begrenzt, außerhalb Limas gar nicht möglich. Banken und Wechselstuben verlangen hohe Kommissionen. Offiziell darf nur die
Banco de la Nación
Geld wechseln, zahlreiche
Casas de Cambios
und einige der großen Hotels sind aber autorisierte Zweigstellen der Nationalbank. Die
Casas de Cambios
sind für ihre guten Wechselkurse und zügige Bedienung bekannt.
ec-/Maestro-Karte/Sparcard
In allen größeren Städten und Touristenorten gibt es Geldautomaten, an denen man mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Code günstiger Geld (Landeswährung und US-Dollar) abheben kann als mit der Kreditkarte. Bei den Geldautomaten muss man auf die Symbole Cirrus und Maestro aus der MasterCard-Familie achten. Diese befinden sich auch auf allen ec-/Maestro-Karten der Banken oder Sparkassen. Die Abhebungsgebühren werden von den Banken individuell festgelegt. In Peru akzeptieren beispielsweise Interbank, Banco de Crédito un Scotia Bank deutsche ec-/Maestro-Karten.
Kreditkarten
Vor allem
MasterCard
und
Visa,
aber auch
American Express
und
Diners Club
werden in Lima von den meisten Restaurants, Hotels und Serviceanbietern akzeptiert. Außerhalb der Hauptstadt kann die Bezahlung per Kreditkarte mit Schwierigkeiten verbunden sein. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Werden von Banken und einigen Hotels akzeptiert, allerdings zu schlechteren Wechselkursen.
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen. Deklarationspflicht bei Ein- und Ausfuhr von Beträgen im Gegenwert von über 10.000 US$.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, z. T. auch Sa 09.00-13.00 Uhr. Im Sommer können die Öffnungszeiten etwas abweichen.
Wechselkurse
S/.
Juli '10
1 EUR
3,51
1 CHF
2,65
1 US$
2,83
Reisepass/Visum
Übersicht
Land
Reisepass benötigt
Visa benötigt
Rückreiseticket erforderlich
Deutschland
Ja
Nein/1
Ja
Österreich
Ja
Nein/1
Ja
Schweiz
Ja
Nein/1
Ja
Andere EU-Länder
Ja
Nein/1
Ja
Türkei
Ja
Ja
Ja
Reisepass
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Einreise mit Kindern
Deutsche:
Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Österreicher:
Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.
Schweizer:
Eigener Reisepass.
Türken:
Eigener Reisepass.
Anmerkung:
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Allein oder in Begleitung nur eines Elternteils reisende Minderjährige unter 18 Jahren benötigen eine beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/des nicht mitreisenden Elternteils.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten, sofern sie ausschließlich als
Touristen
einreisen:
EU-Länder und Schweiz.
[1]
Geschäftsreisende
aller Nationalitäten benötigen ein Geschäftsvisum und sind in Peru meldepflichtig (s.
Meldepflicht
).
Transit
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Std. mit dem selben Flugzeug oder dem nächsten Anschlussflug weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über reservierte Sitzplätze verfügen, benötigen kein Transitvisum. Gültige Reisedokumente und die Bestätigung der Platzreservierung müssen vorgelegt werden.
Visaarten
U.a. Touristen-, Geschäfts-, Studenten- und Transitvisum. Einzelheiten von der Botschaft.
Visagebühren
Deutschland und Österreich
Touristen- und Geschäftsvisum:
27 €.
Die Visagebühren für das Touristenvisum gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland oder Österreich besitzen und in Deutschland oder Österreich ihren Wohnsitz haben. Gebühren sind vom Wechselkurs abhängig.
Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum:
39 CHF.
Die Visagebühren für das Touristenvisum gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz haben. Gebühren sind vom Wechselkurs abhängig.
Hinweis:
Studentenvisa werden von den konsularischen Vertretungen derzeit nicht ausgestellt.
Gültigkeitsdauer
Touristenvisum
: 12 Monate für eine Aufenthaltsdauer von max. 183 Tagen.
Geschäftsvisum
: 12 Monate für eine Aufenthaltsdauer von max. 120 Tagen (90 Tage + Verlängerung um 30 Tage).
Antragstellung
Persönlich im Konsulat bzw. in der Konsularabteilung der Botschaft (s.
Kontaktadressen
). Postalische Anträge werden nur in Ausnahmefällen bearbeitet.
Bearbeitungszeit
Unterschiedlich. Auskunft erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s.
Kontaktadressen
).
Ausreichende Geldmittel
Ausländer müssen während des Aufenthalts über ausreichende Geldmittel verfügen.
Impfungen
Reisen in das Amazonasgebiet: Gelbfieberimpfung für alle Reisenden vorgeschrieben.
Weitere Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel
Gesundheit
entnommen werden.
Meldepflicht
Geschäftsreisende aller Nationalitäten benötigen ein Geschäftsvisum und sind in Peru meldepflichtig. Sie müssen sich innerhalb von 15 Tagen nach ihrer Ankunft bei der
Superintendencia Nacional de Contribuciones
(Finanzbehörde) melden.
Verlängerung des Aufenthalts
Deutsche, Österreicher und Schweizer, die sich länger als 3 Monate als Tourist in Peru aufhalten möchten, können ihren Aufenthalt vor Ort bei der peruanischen Einwanderungsbehörde gebührenpflichtig verlängern. Das Visum ist dreimal für einen weiteren Monat auf Antrag bei der Einwanderungsbehörde des Innenministeriums (
Ministerio del Interior, Dirección General de Migraciones y Naturalización
) verlängerbar, so dass man sich gegebenenfalls bis zu 183 Tage in Peru aufhalten kann - allerdings ausschließlich besuchsweise bzw. zu touristischen Zwecken.
Geschäftsvisa können einmal für 30 Tage bei der Einwanderungsbehörde verlängert werden.
Einreise mit Haustieren
Für
Hunde und Katzen
wird ein Internationaler Impfausweis (erhältlich beim Amtstierarzt) benötigt, der Angaben zum Halter, zur Identität des Tieres und über eine Tollwutimpfungen (mind. 30 Tage alt) enthält und sowohl vom Amtstierarzt als auch von der ihm übergeordneten deutschen, österreichischen oder schweizer Dienststelle (in Berlin ist dies das Standesamt Berlin I) und schließlich vom zuständigen peruanischen Konsulat beglaubigt werden muss. Empfehlenswert ist auch eine amtstierärztliche Bescheinigung, dass das Tier frei von Krankheiten ist, welche ebenfalls den beschriebenen Beglaubigungsweg durchlaufen muss. Eine Quarantäne ist dann in Peru nicht notwendig.
Allgemeines
Lage
Westliches Südamerika.
Fläche
1.285.216 qkm.
Bevölkerungszahl
29.180.900 (Schätzung 2008).
Bevölkerungsdichte
23 pro qkm.
Hauptstadt
Lima.
Einwohner:
7.902.851 (Schätzung 2009).
Staatsform
Präsidialrepubik seit 1980. Neue Verfassung von 1993. Parlament mit 120 Mitgliedern. Unabhängig seit 1821 (ehemalige spanische Kolonie).
Geographie
Peru ist ein bergiges Land an der Pazifikküste, südlich des Äquators. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile und gliedert sich in vier Regionen: Costa, Sierra, Montaña und Selva. Die Hauptstadt Lima liegt in der Costa-Region, die aus einem schmalen Küstenstreifen besteht, der wüstenhaften Charakter hat und teilweise künstlich bewässert wird. In der Sierra-Region lebt der Großteil der indianischen Bevölkerung. Die Anden erreichen eine Höhe von über 6000 m. Die Montaña-Region liegt zwischen den Anden und dem Dschungel im Osten Perus. Das fruchtbare subtropische Gebiet ist bisher kaum erschlossen. Die im Bau befindliche internationale Autobahn kann in einigen Abschnitten bereits befahren werden. Die Selva-Region, der Amazonas-Dschungel im östlichen Teil des Landes, verfügt über bedeutende Bodenschätze.
Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Indios und Mestizen. Europäische (hauptsächlich spanische), chinesische und afrikanische Siedler haben sich ebenfalls hier niedergelassen.
Sprache
Amtssprachen sind Spanisch und Quechua. Aymará wird teilweise gesprochen. In zahlreichen Urlaubsgebieten spricht man auch Englisch.
Religion
81,3 % Katholiken. Protestantische Minderheit sowie Anhänger von Naturreligionen.
Ortszeit
MEZ - 6.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Peru.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -6 Std. und im Sommer -7 Std.
Netzspannung
220 V, 60 Hz; in Arequipa 220 V, 50 Hz und Talara 110/220 V, 60 Hz; amerikanische Stecker.
Thunstrasse 36, CH-3005 Bern
Tel: (031) 351 85 55. Konsularabt.: Tel (031) 351 85 67.
Internet:
www.embaperu.ch
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Generalkonsulate
mit Visumerteilung in Genf (Tel: (022) 707 49 17) und Zürich (Tel: (044) 211 82 11/12).
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 22.06.2010
Aktuelle Hinweise
In Peru kommt es gegenwärtig vereinzelt zu sozialen Unruhen in verschiedenen Regionen. Dabei kann es zu Einschränkungen der Reisefreiheit kommen. Überlandreisende sollten daher die Medien aufmerksam verfolgen und sich bei ihren Reiseagenturen hinsichtlich der Routenplanung rückversichern.
Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.
In
Lima
wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.
In
Cusco
wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und möglichst nachts nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen.
In
Lima
,
Arequipa
und
Cusco
ist bei der Auswahl der Taxis größte Vorsicht geboten, da bei zahlreichen Verbrechen wie beispielsweise Raub, sog. „Expresskidnapping", Vergewaltigung etc. die Taxifahrer sowie Taxis mit involviert waren. In der Vergangenheit ist ein Anstieg der Fälle des „Expresskidnappings" in den touristisch beliebten Orten zu verzeichnen. Dabei werden die Touristen meistens im Taxi überwältigt und bis zu 24 Stunden festgehalten - in dieser Zeit wird mit deren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abgehoben. Besonders gefährdet sind Besucher von Diskotheken in Cusco und Arequipa. Normalerweise kann in den Restaurants kostenlos ein Taxi bestellt werden. Die Türsteher vor Diskotheken kennen häufig verlässliche Taxifahrer, die vor der Tür stehen. Inzwischen sind die meisten Restaurants auch direkt per Funk mit den Taxiszentralen verbunden, so dass keine Notwendigkeit besteht, in Arequipa oder Cusco ein Taxi von der Straße zu nehmen.
Es wird daher empfohlen, nur offizielle, registrierte und wenn möglich telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen. Ferner wird geraten, für den Flughafentransfer vom Flughafen Limas („Jorge Chavez") nach Lima ein Taxi bei den drei innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen Taxigesellschaften (CMV Taxi Remisse Ejecutiv, MITSUTAXI und GREEN TAXI, http://www.lap.com.pe/lap_portal/taxis.html) zu bestellen.
Im Tal der Flüsse Apurímac und Ene kommt es sporadisch zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann dort nicht ausgeschlossen werden. Daher wird empfohlen, die genannte Region bei Reisen zu meiden.
Es wird ferner empfohlen:
<UL>
<LI>
Aufmerksamkeit walten zu lassen und möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen bzw. sich nachts nicht allein und immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufzuhalten; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
Bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels; </LI>
<LI>
Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; nur benötigte Menge Geld mitzunehmen und Wertgegenstände, Reisechecks und Dokumente im Hotelsafe zu hinterlegen; </LI>
<LI>
Rucksäcke und Taschen nicht über die Rückenlehne von Stühlen in Restaurants oder auf öffentlichen Plätzen zu hängen; Taschen und Rucksäcke immer dicht am Körper zu tragen; </LI>
<LI>
Geld nur in Banken und Wechselstuben zu tauschen sowie das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen zu vermeiden; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
Armenviertel in Großstädten zu meiden; </LI>
<LI>
nur Taxis zu nutzen, die mit einem Aufkleber und einer Registriernummer der Taxi-Innung gekennzeichnet sind und auf dem Dach ein fest montiertes Taxi-Schild haben; in Lima und Arequipa nur gelbe Taxis zu benutzen, deren Fahrer sich ausweisen können bzw. deren Ausweis sichtbar im Taxi hängt; sich vom Hotel oder Restaurant möglichst ein Funktaxi rufen zu lassen; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
auf keinen Fall von Huánuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch; </LI>
</UL>
<UL>
<LI>
jede Berührung mit Drogen aller Art zu vermeiden (hohe Strafen, s.u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen; </LI>
<LI>
nur Dienstleistungen von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch zu nehmen und keine Touren auf der Straße zu kaufen; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen zu lassen; </LI>
<LI>
sich für Fragen und Hilfe an Ihren Reiseleiter und/oder die Touristenpolizei zu wenden. </LI>
</UL>
Reisen über Land
In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisefreiheit kann dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.
Auch starke Regenfälle können die Reisefreiheit dahingehend beeinflussen, dass Flüsse zu reißenden Strömen werden, Straßen überfluten, Straßen, Brücken und das Gleisbett von Zügen wegschwemmen, Erdrutsche Straßen blockieren u.ä. Dadurch können Busse auf Überlandreisen an der Weiterfahrt gehindert werden oder Ortschaften über mehrere Tage auf dem Landwege nicht mehr zugänglich sein.
Reisende in Peru sollten daher die Medienberichte aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.
In zahlreichen Provinzen wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.